Letzte Aktualisierung:
23.03.2026
2 Minuten
Mit einer eigenen PV-Anlage bist du weniger abhängig von schwankenden Energiepreisen, denn du produzierst Strom zu dauerhaft niedrigen Preisen. Und du investierst in eine Zukunftstechnologie, denn Strom spielt auch für Mobilität und Wärmeversorgung eine immer wichtigere Rolle. Dein Vorteil: Selten war der Zeitpunkt für den Kauf einer PV-Anlage so günstig.
Wenn du aus diesen Gründen eine PV-Anlage installieren willst, solltest du nicht zu lange zögern, denn die Ausgangslage für eine Investition ist ideal.
In den vergangenen 20 Jahren sind die Preise für die einzelnen Komponenten von Photovoltaik-Anlagen stetig gesunken, vor allem für Solarmodule – aber das könnte sich ändern. Zum Hintergrund: Hauptursache für den Preisverfall war der weltweite Ausbau der Produktionskapazitäten, vor allem in China. Das führte in den vergangenen Jahren zu einer massiven Überproduktion – und zu einem entsprechenden Preisverfall.
Wie hoch die konkreten Kosten für deine Solaranlage ausfallen, hängt neben der Leistungsfähigkeit der Anlage von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem vom ausgewählten Modell. Im bundesweiten Schnitt aber kostet ein Kilowattpeak (kWp) Leistung rund 1.000 Euro. Größere Anlagen sind dabei tendenziell günstiger als kleine, da die Fixkosten auf mehr Leistung verteilt werden.
Aber: Viele Expert:innen rechnen damit, dass Solaranlagen bald wieder teurer werden. Denn viele Werke in China haben ihre Produktion heruntergefahren. Gleichzeitig will die chinesische Regierung einige Subventionen für die heimische PV-Industrie streichen. Auch der Preis für Silber, das ein wichtiger Bestandteil von Solarzellen ist, ist gestiegen. Das ist kein Grund zur Panik, denn die meisten Prognosen gehen von moderaten Preissteigerungen um die zehn Prozent aus3,4. Sicher aber ist: Günstiger als jetzt wird es so bald nicht mehr.

Ein weiterer Vorteil, der derzeit für den Kauf einer PV-Anlage spricht, sind die Montagezeiten. Im Vergleich zum Beginn der 2020er-Jahre sind die meisten Installationsfirmen weniger ausgelastet und können Projekte schneller umsetzen. Das macht die Planung deiner PV-Anlage deutlich leichter. Allerdings gibt es regionale Unterschiede. Darum solltest du im Zweifel für den Zeitraum vom Vertragsabschluss bis zur gewünschten Inbetriebnahme mehrere Monate einplanen. Hinzu kommt die Zeit, die dein Netzbetreiber braucht, um die Inbetriebnahme zu bestätigen.
Auch viele finanzielle Vergünstigungen machen den Kauf einer PV-Anlage derzeit besonders attraktiv.
Noch wird jede Kilowattstunde (kWh) Strom, die du ins öffentliche Netz einspeist, mit einem festen Betrag vergütet. Aber einiges spricht dafür, dass diese Einspeisevergütung in naher Zukunft abgeschafft wird. Wenn du schnell handelst, bist du auf der sicheren Seite: Sobald die Einspeisevergütung für deine Anlage bewilligt ist, hast du für 20 Jahre Bestandsschutz. Wartest du mit der Beauftragung zu lange, könnten dir über die gesamten 20 Jahre gerechnet bis zu 12.500 Euro1 Förderung verloren gehen.
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Die genannte Ersparnis ist ein theoretischer Wert, der sich aus der nachstehenden unverbindlichen Beispielrechnung ergibt. Die tatsächliche Ersparnis, hängt von dem individuellen Verbrauch und den Gegebenheiten vor Ort und der Witterung ab. Auch Faktoren, wie eine technisch unvermeidliche Abnahme der Modulleistung, haben Einfluss auf die tatsächliche Ersparnis in einem konkreten Zeitraum. Beispielrechnung: Photovoltaikanlage mit 12 kWp installierter Leistung in Oldenburg (Südausrichtung, keine Verschattung), 5 kWh Batteriespeicher und einem Haushaltsverbrauch von 3.500 kWh/Jahr. Jahresertrag ca. 12.000 kWh, davon ca. 9.375 kWh Netzeinspeisung. Die Berechnung basiert auf einer Überschusseinspeisung für Anlagen auf Gebäuden oder Lärmschutzwänden. Einspeisevergütung gemäß EEG (Stand: Februar 2026): 7,78 ct/kWh bis einschließlich einer installierten Leistung von 10 Kilowatt und 6,73 ct/kWh bis einschließlich einer installierten Leistung von 40 Kilowatt. Daraus ergibt sich eine jährliche Einspeisevergütung von ca. 713 €. Die Vergütung ist für 20 Jahre ab dem 1. Januar des Folgejahres der Inbetriebnahme garantiert (§ 25 Abs. 1 EEG 2023). Die tatsächlichen Erträge können witterungs- und standortbedingt in der Regel um ca. ±10 % schwanken; die Modulleistung nimmt jährlich um ca. 0,3–0,5 % ab.