Letzte Aktualisierung:
17.11.2025
9 Minuten
Um die Unterschiede zwischen den Modularten besser zu verstehen, erklären wir kurz den Aufbau von PV-Modulen: In ihrem Kern befinden sich mehrere Solarzellen, die meist aus Silizium hergestellt werden. Die Zellen werden von Kunststoffverbundfolie ummantelt, die meist aus Ethylen-Vinylacetat (EVA) besteht. Auf der Rückseite des Moduls befindet sich in der Regel eine weitere Folie und auf der Vorderseite eine gehärtete Glasscheibe. Folgende Modularten solltest du kennen:
Verschiedene Modularten: Vor- und Nachteile

Bei der Entscheidung, welche Art von PV-Modulen für dich am besten ist, musst du verschiedene Faktoren berücksichtigen, die die Lebensdauer und Leistung der Module beeinflussen – und diese mit den Gegebenheiten deiner Immobilie und deinen persönlichen Wünschen abgleichen.
Von der Größe, Stabilität und Ausrichtung des Daches hängt ab, wie viele PV-Module verlegt werden können und wie sie montiert und ausgerichtet werden. Ist beispielsweise wenig Fläche verfügbar, benötigst du besonders effiziente Module, um ausreichend Leistung zu erzielen.
Idealerweise nutzt du so viel Dachfläche wie möglich. Auch wenn die Einspeisevergütung stetig sinkt und möglicherweise sogar abgeschafft wird, lohnt es sich, Solarstrom selbst zu erzeugen. Denn mit einem hohen Eigenverbrauch sparst du im Vergleich zu Netzstrom deutlich – insbesondere, wenn Verbraucher wie Wärmepumpe oder Wallbox hinzukommen. Außerdem ist die Hardware für PV-Anlagen aktuell sehr günstig.
Ein wichtiger Faktor für die Effizienz von PV-Modulen ist die Nennleistung. Mit höherer Nennleistung kannst du auf gleicher Fläche mehr Ertrag erzielen. Für Einfamilienhäuser sind Module mit einer Nennleistung von 350 bis 500 Watt gängig.
Die Nennleistung steht jedoch lediglich für die theoretisch maximale Leistung, die die PV-Module unter Idealbedingungen erzielen können, und wird durch Faktoren wie Temperatur, Sonneneinstrahlung und Verschattung beeinflusst. Die Leistungstoleranz besagt, wie stark die tatsächliche Leistung von der Nennleistung abweicht. Üblich sind Werte von minus drei Prozent bis plus drei Prozent. Geben Hersteller nur eine positive Leistungstoleranz an, bedeutet das, dass die Module mindestens ihre Nennleistung oder mehr Leistung erreichen.
Der Wirkungsgrad wiederum gibt an, wie viel Prozent der Sonnenenergie tatsächlich in elektrische Energie umgewandelt wird. Wie hoch der Wirkungsgrad ist, hängt nicht nur von der Nennleistung und Größe des Moduls ab, sondern auch von der Art der PV-Module.
Der Kaufpreis allein ist nicht entscheidend dafür, wie wirtschaftlich deine PV-Module arbeiten. Wichtig ist eine Langzeitbetrachtung, für die vor allem diese Faktoren wichtig sind:
Leistungsgarantie. Wähle nur PV-Module von Herstellern, die eine Leistungsgarantie von mindestens 25 Jahren geben. Wie schnell sich die Module amortisieren, hängt aber nicht nur von der Lebensdauer ab, sondern auch vom garantierten Restwirkungsgrad zu Ende der Garantiezeit. Üblich sind um die 80 Prozent nach 25 bis 30 Jahren, einige Hersteller garantieren sogar eine Leistung von mehr als 90 Prozent nach 25 Jahren.
Degradation. Sämtliche PV-Module verlieren mit der Zeit an Leistung. Dieser Prozess wird als Degradation bezeichnet. Je niedriger der Wert, desto geringer ist der Leistungsverlust, wobei sich auch kleine Unterschiede über die gesamte Lebensdauer der Module deutlich auswirken können. Gängig sind Degradationswerte von 0,3 bis 0,5 Prozent.
Temperaturkoeffizient. Dieser gibt an, wie stark die Leistung der PV-Module bei steigender Temperatur abnimmt. Dieser Faktor ist besonders wichtig, wenn du die Module an warmen Standorten oder auf dunklen Dachflächen montierst. Gut ist ein Wert von –0,3 Prozent oder weniger.
Zertifizierungen. An ihnen erkennst du, ob die Module bestimmte Standards erfüllen. In Europa sollten Module mindestens folgende Zertifikate besitzen:
Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, solltest du Hersteller wählen, die die PV-Module zusätzlichen Hagel- und Schneelasttests oder Degradationstests (PID) unterziehen.
- Batteriespeicher für PV: Alles, was du wissen musst
- Bidirektionales Laden: Das Elektroauto als Stromspeicher
- Darum ist ein größerer Batteriespeicher sinnvoll
- Das regelt die Solarpflicht in Niedersachsen
- Der Unterschied zwischen Solar & Photovoltaik
- Marktstammdatenregister: alles zur Registrierung
- Mit Energiemanagementsystem Solarstrom optimal nutzen
- Photovoltaik auch in 2024 noch sinnvoll!
- Photovoltaik- Eigenverbrauch: Strom clever nutzen
- Photovoltaik: Funktion einer Solaranlage ganz simpel erklärt
- Photovoltaik-Förderung in 2024
- Photovoltaik-Module: Das müssen Sie wissen
- PV-Anlage: Die Vorteile von erneuerbaren Energien
- PV-Anlage: grüner Strom für den Eigenverbrauch
- So erkennen Sie seriöse Photovoltaik-Anbieter
- Solarspitzengesetz 2025: Das ändert sich für PV-Anlagen
- Vor Ort oder Online: Gut beraten zur eigenen PV-Anlage
- Warum jetzt die richtige Zeit für eine PV-Anlage ist
- Was bedeutet Nennleistung bei PV-Anlagen?
- Wie sinnvoll ist die Versicherung einer Solaranlage?