Ratgeber: Heizungskauf
Zwei Frauen sitzen mit Laptop und Unterlagen auf dem Boden vor einer Heizung

Letzte Aktualisierung:

08.10.2026

4 Minuten

Wie viel kostet eine neue Heizung?

Du planst den Kauf einer neuen Heizung? Wir vergleichen für dich die Kosten für Anschaffung, Wartung und Betrieb sowie staatliche Förderungen – und erklären, welche rechtlichen Voraussetzungen gelten.

Anschaffung, Betrieb und Wartung

Vor dem Kauf einer neuen Heizung solltest du neben den Kosten für die Anschaffung auch jene für Betrieb und Wartung vergleichen. Wir haben dafür die gängigsten Heizungsarten verglichen.

Die angegebenen Betriebskosten sind Durchschnittspreise für ein Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 110 Quadratmetern. Die Werte basieren auf dem Heizspiegel 2025, für den Heizkosten- und Verbrauchsdaten von rund 90.000 Gebäuden in Deutschland verglichen wurden. Diese Angaben dienen als Richtwert. Im konkreten Einzelfall können die Kosten deutlich höher oder niedriger ausfallen. Entscheidender Faktor ist dabei die Dämmung.

Das kostet eine Wärmepumpe

Wärmepumpen nutzen die natürliche Wärme von Luft oder Erde zum Heizen und zur Warmwasserbereitung. Die Betriebskosten beschränken sich auf den Strom, mit dem die Pumpe angetrieben wird. Anders als die gängigen Luft-Wasser-Wärmepumpen erfordern Erdwärmepumpen mit Kollektoren eine große Grundstücksfläche, für Erdwärmepumpen mit Sonden sind Tiefenbohrungen erforderlich. 

  • Anschaffung inklusive Einbau: Luft-Wasser-Wärmepumpen kosten 28.000 bis 32.000 Euro, Erdwärmepumpen mit Kollektoren 30.000 bis 32.000 Euro und Erdwärmpumpen mit Sonden 35.000 bis 39.000 Euro.
  • Förderung: Ab dem 1. August 2026 bis zu 80 Prozent von bis zu 28.000 Euro Investitionskosten, also maximal 22.400 Euro. Die förderfähige Summe reduziert sich halbjährlich um 750 Euro: Ab dem 1. Februar 2027 beträgt sie maximal 21.800Euro und ab dem 1. August 2027 maximal 21.200 Euro.
  • Durchschnittspreis pro Kilowattstunde (kWh): 35 Cent
  • Durchschnittsverbrauch pro Jahr: 4.680 kWh
  • Durchschnittliche Heizkosten pro Jahr: 1.638 Euro
  • Wartungskosten pro Jahr: 150 bis 300 Euro.
Schematische Darstellung einer Wärmepumpe

Das kostet eine Pelletheizung

Zu einer Pelletheizung gehören neben einem Brennkessel auch ein Pelletlager bzw. ein Tank für die Pellets sowie ein Fördersystem oder Saugsystem. Diese Komponenten benötigen viel Platz und führen auch zu hohen Kosten bei der Anschaffung. Wie klimafreundlich Pelletheizungen sind, ist umstritten, da oft unklar ist, wie viele Emissionen der Transport der Pellets verursacht. Das BEG stuft sie jedoch als CO2-neutrales Heizungssystem ein – entsprechend werden Pelletheizungen staatlich gefördert.

  • Anschaffung inklusive Einbau: 20.000 bis 40.000 Euro
  • Förderung:: Ab dem 1. August 2026 bis zu 80 Prozent von bis zu 28.000 Euro Investitionskosten, also maximal 22.400 Euro. Die förderfähige Summe reduziert sich halbjährlich um 750 Euro: Ab dem 1. Februar 2027 beträgt sie maximal 21.800 Euro und ab dem 1. August 2027 maximal 21.200 Euro.
  • Durchschnittspreis pro Kilowattstunde (kWh): 5,9 Cent
  • Durchschnittsverbrauch pro Jahr: 19.240 kWh
  • Durchschnittliche Heizkosten pro Jahr: 1.145 Euro
  • Wartungskosten pro Jahr: 250 bis 400 Euro.
Schematische Darstellung einer Pelletheizung

Artikeltipp zum Weiterlesen

In unserem Ratgeber zur Heizungsförderung erfährst du Schritt für Schritt, wie du den Förderantrag bei der KfW stellst.

Das kostet eine Gasheizung

Die Emissionswerte von Gas sind besser als die von Öl. Dennoch ist Gas ein fossiler und darum wenig umweltfreundlicher Brennstoff, auf den eine CO2-Abgabe erhoben wird. Diese steigt schrittweise und erhöht somit auch die Betriebskosten stetig.

Hinzu kommt: Das 2026 in Kraft getretene Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) schreibt eine sogenannte „Biotreppe“ vor. Das bedeutet, dass neu eingebaute Gasheizungen ab dem 1. Januar 2029 zu mindestens 10 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Dieser Anteil steigt kontinuierlich an; ab dem 1. Januar 2040 liegt er bei 60 Prozent.

  • Anschaffung inklusive Einbau: 6.000 bis 10.000 Euro
  • Förderung: keine
  • Durchschnittspreis pro Kilowattstunde (kWh): 12,2 Cent
  • Durchschnittsverbrauch pro Jahr: 15.730 kWh, 
  • Grundpreis pro Jahr: 250 Euro
  • Durchschnittliche Heizkosten pro Jahr: 2.020 Euro
  • Wartungskosten pro Jahr: 150 bis 300 Euro.
Schematische Darstellung einer Gasheizung

Sind Gas- und Ölheizungen nicht verboten?

Tatsächlich sah das 2024 eingeführte Gebäudeenergiegesetz (GEG)– besser bekannt als Heizungsgesetz – vor, dass 30 Jahre alte Gas- und Ölheizungen bis auf einige Ausnahmen nach 30 Jahren ausgetauscht werden mussten. Darüber hinaus sollten nur noch Heizungen neu eingebaut werden, die zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Das bedeutete faktisch das Aus für den Neubau von Öl- und Gasheizungen. Das GEG wurde jedoch durch das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ersetzt, das am 29. Juli 2026 in Kraft getreten ist, ersetzt. Seitdem ist der Einbau von Öl- und Gasheizungen wieder erlaubt. Und auch bestehende Öl- und Gasheizungen dürfen weiter betrieben werden, solange sie funktionieren.

Das kostet eine Ölheizung

Heizkessel und Öltank benötigen viel Platz. Zudem gelten Ölheizungen als besonders klimaschädliche Heizungsart. Darum ist auch im Heizölpreis eine CO2-Abgabe enthalten. Auch für Ölheizungen gilt die „Biotreppe“ des GModG: Ab dem 1. Januar 2029 müssen sie mit einem stetig wachsenden Anteil an erneuerbaren Energien betrieben werden.

  • Anschaffung inklusive Einbau: 10.000 bis 15.000 Euro
  • Förderung: keine
  • Durchschnittspreis pro Kilowattstunde (kWh): 9,9 Cent
  • Durchschnittsverbrauch pro Jahr: 21.450 kWh
  • Durchschnittliche Heizkosten pro Jahr: 2.130 Euro
  • Wartungskosten pro Jahr: 150 bis 300 Euro.
Schematische Darstellung einer Ölheizung
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