Letzte Aktualisierung:
05.05.2025
12 Minuten
Die folgende Tabelle1 gibt einen Überblick über verschiedene Wärmepumpen und ihre einmalig anfallenden Kosten, inklusive Installation und Elektroanschlüssen.
| Anschafung | Erschließung | Einmalige Gesamtkosten vor Förderung | |
| Luftwärmepumpe | 28.000 – 32.000 € | Keine Kosten | 28.000 – 32.000 € |
| Erdwärmepumpe mit Kollektoren | rd. 25.000 € | 5.000 - 7.000 € | 30.000 – 32.000 € |
| Erdwärmepumpe mit Sonde | rd. 25.000 € | 10.000 - 14.000 € | 35.000 – 39.000 € |
Dank der Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) müssen Eigentümer diese Kosten nicht vollständig selbst tragen. Je nach Art der Bestandsheizung und Einkommen unterstützt der Staat seit 2024 den Umstieg auf Wärmepumpen mit bis zu 70 Prozent der Kosten. Die neue Förderung sieht vor:
Alle Förderungen können miteinander kombiniert werden. Gedeckelt ist die Förderung auf 70 Prozent der Gesamtkosten bei einer Investitionssumme von maximal 30.000 Euro. Das bedeutet: Wenn alle Förderungen für dich infrage kommen, kannst du bei einem Heizungstausch derzeit mit einem Zuschuss von bis zu 21.000 Euro rechnen.
Welche Pläne die 2025 neugewählte Bundesregierung bei der Wärmepumpenförderung verfolgt, ist noch unklar. Daher lässt sich aktuell nicht seriös vorhersagen, ob weiterhin bis zu 70 Prozent staatliche Zuschüsse möglich sind. Wenn du auf eine Wärmepumpe umsteigen möchtest, kann es sich also lohnen, den Einbau zügig voranzutreiben.
Die KfW bietet Unterstützung in Form eines Kredits zu günstigen Konditionen. Seit 2020 kannst du energetische Sanierungsmaßnahmen auch in der Einkommensteuererklärung geltend machen: Über drei Jahre verteilt, lassen sich so 20 Prozent der Kosten zurückholen, insgesamt bis zu 40.000 Euro. Wichtig: Das Haus muss mindestens zehn Jahre alt sein und von dir selbst bewohnt werden. Und: Die Inanspruchnahme der KfW-Förderungen schließt die zusätzliche Förderung über die Einkommensteuer aus.
Wärmepumpen werden elektrisch angetrieben. Ihre Betriebskosten lassen sich daher nicht pauschal beziffern. Eine Orientierungshilfe bietet der Energieausweis oder deine letzte Heizkostenabrechnung. Auch der Wirkungsgrad der Wärmepumpe beeinflusst ebenfalls die Betriebskosten: Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt an, wie viel Kilowattstunden (kWh) an Wärmeenergie die Wärmepumpe mithilfe von einer investierten Kilowattstunde elektrischer Energie erzeugt.
Beispiel: Was kostet eine Wärmepumpe im Monat?
Der Stromverbrauch von Wärmepumpen ist abhängig von Effizienz, Gebäudedämmung und Heizverhalten. Eine Beispielrechnung:
Je nach der baulichen Beschaffenheit und den energetischen Anforderungen des Gebäudes kann die Effizienz und Leistung variieren. In unserem Ratgeber erläutern wir, worauf du achten musst, um die richtige Wärmepumpe für den entsprechenden Haustyp zu finden.
Eine Wärmepumpe lohnt sich besonders für Gebäude mit guter Dämmung und Flächenheizung, funktioniert aber auch mit Heizkörpern gut. Am effizientesten arbeiten Wärmepumpen im Niedertemperaturbereich. Wenn die Dämmwerte deines Hauses niedrig liegen, kann die Wärmepumpe ihre Vorteile weniger ausspielen.
Beantworte direkt hier einige Fragen zu deinen individuellen Ansprüchen – unser Expertenteam meldet sich dann bei dir.
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