Das kostet eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus
Letzte Aktualisierung:
07.10.2026
4 Minuten
Eine Wärmepumpe verwendet Umweltwärme, um Wärme zum Heizen und zur Warmwasserbereitung zu erzeugen. Für den Betrieb benötigt sie Strom. In Wohngebäuden kommen in der Regel diese beiden Wärmepumpentypen zum Einsatz:
Erdwärmepumpen gewinnen Wärme aus dem Erdreich. Dafür werden flächig verlegte Erdkollektoren verwendet oder Sonden, die bis zu hundert Meter tief gebohrt werden müssen. Weil die Temperaturen im Erdreich ganzjährig konstant hoch sind, arbeiten sie besonders effizient. Allerdings fallen die Investitionskosten wegen der baulichen Maßnahmen höher aus als bei anderen Wärmepumpen.
Luft-Wasser-Wärmepumpen nutzen die Wärme der Umgebungsluft. Weil die Anschaffungskosten und der Platzbedarf verhältnismäßig gering sind, beträgt der Marktanteil von Luft-Wasser-Wärmepumpen in privaten Eigenheimen rund 90 Prozent. Da im Winter die Außenluft abkühlt, benötigen sie übers Jahr betrachtet jedoch mehr Strom als Erdwärmepumpen und verursachen mehr Geräusche.
Die folgende Tabelle gibt dir einen Überblick über verschiedene Wärmepumpentypen und ihre einmalig anfallenden Kosten, inklusive Installation.
| Wärmepumpentyp | Anschaffungspreis | Erschließung | Gesamtkosten vor Förderung |
|---|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | 28.000 – 32.000 € | keine Kosten | 28.000 – 32.000 € |
| Erdwärmepumpe mit Kollektoren | rund 25.000 € | 5.000 – 7.000 € | 30.000 – 32.000 € |
| Erdwärmepumpe mit Sonde | rund 25.000 € | 10.000 – 14.000 € | 35.000 – 39.000 € |
Diese Kosten musst du jedoch nicht vollständig selbst tragen, denn über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) kannst du Zuschüsse für die Installation von Wärmepumpen erhalten. Seit dem 21. Juli 2026 gelten folgende Förderbedingungen:
Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) kannst du einen Kredit zu günstigen Konditionen erhalten; Anträge dafür kannst du bei der Förderbank KfW stellen.
Seit 2020 kannst du zudem energetische Sanierungsmaßnahmen in der Einkommensteuererklärung geltend machen: Über drei Jahre verteilt lassen sich so 20 % der Kosten zurückholen, insgesamt bis zu 40.000 €.
Wichtig: Das Haus muss mindestens zehn Jahre alt sein und von dir selbst bewohnt werden. Und: Die Inanspruchnahme der KfW-Förderungen schließt eine zusätzliche Förderung für dieselbe Maßnahme über die Einkommensteuer aus
Wärmepumpen werden elektrisch angetrieben. Ihre Betriebskosten lassen sich daher nicht pauschal beziffern. Eine Orientierungshilfe bietet der Energieausweis oder deine letzte Heizkostenabrechnung. Auch der Wirkungsgrad der Wärmepumpe beeinflusst die Betriebskosten: Die Jahresarbeitszahl (JAZ) gibt an, wie viel Kilowattstunden (kWh) an Wärmeenergie die Wärmepumpe mithilfe von einer investierten Kilowattstunde elektrischer Energie erzeugt.
Beispielrechnung: Was kostet eine Wärmepumpe im Monat?
Der Stromverbrauch von Wärmepumpen ist abhängig von Effizienz, Gebäudedämmung und Heizverhalten. Eine Beispielrechnung für einen durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt auf 100 m2 Wohnfläche:
Eine Wärmepumpe lohnt sich besonders für Gebäude mit guter Dämmung und einer Flächenheizung wie einer Fußbodenheizung. Sie funktioniert aber auch mit anderen Heizkörpertypen. Am effizientesten arbeiten Wärmepumpen im Niedertemperaturbereich.
Beantworte direkt hier einige Fragen zu deinen individuellen Ansprüchen – unser Expertenteam meldet sich dann bei dir.
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