Heizkörpertypen kurz und einfach erklärt
Letzte Aktualisierung:
12.10.2026
5 Minuten
Flachheizkörper, Rippenheizkörper oder Konvektor? Es gibt eine ganze Menge an Bezeichnungen für unterschiedliche Heizkörpertypen. In unserem Ratgeber erklären wir, wie die verschiedenen Arten von Heizkörpern funktionieren und welche Vor- und Nachteile sich daraus ergeben.
Bei Heizkörpern wird Wärme auf zwei Arten abgegeben: durch Wärmestrahlung und Konvektion. In der Praxis treten beide Formen meist gleichzeitig auf.
Konvektion
Bei der Konvektion erwärmt der Heizkörper die Luft. Sie steigt nach oben, während kühlere Luft nachströmt. So entsteht eine Luftzirkulation, die die Wärme im Raum verteilt. Heizkörper mit vielen Konvektionsblechen geben einen besonders großen Teil ihrer Wärme über Konvektion ab.
Strahlung
Bei der Wärmestrahlung gibt der Heizkörper Wärme in Form infraroter Strahlung an seine Umgebung ab. Dabei werden unter anderem Wände, Möbel und andere Oberflächen erwärmt. Wie viel Strahlungswärme ein Heizkörper abgibt, hängt unter anderem von seiner Oberfläche und seiner Temperatur ab.
Flachheizkörper und Plattenheizkörper sind zwei Bezeichnungen für einen weit verbreiteten Heizkörpertyp. Dabei fließt das Heizwasser durch flache Heizplatten. Je nach Bauart befinden sich zwischen den Platten zusätzlich Konvektionsbleche, die die Wärmeabgabe über die Luft erhöhen.
Flachheizkörper tragen in der Regel eine Typenbezeichnung aus zwei Ziffern. Die erste Ziffer gibt die Anzahl der Heizplatten, die zweite die Anzahl der Konvektionsbleche an. Ein Typ 21-Heizkörper besteht beispielsweise aus zwei Heizplatten und einem Konvektionsblech. Ein Typ-33-Heizkörper besitzt drei Heizplatten und drei Konvektionsbleche. Die Heizleistung in Watt lässt sich daraus allein allerdings nicht bestimmen. Sie hängt unter anderem von der Größe des Heizkörpers sowie von der Vor- und Rücklauftemperatur ab, die zugrunde gelegt wurde.

Vorteile von Flachheizkörpern:
Nachteile von Flachheizkörpern:
Gliederheizkörper bestehen aus einzelnen, miteinander verbundenen Gliedern. Sie werden häufig auch als Rippenheizkörper bezeichnet. Ältere Modelle bestehen oft aus Gusseisen, moderne Ausführungen beispielsweise aus Stahl oder Aluminium.
Vorteile von Gliederheizkörpern:
Nachteile von Gliederheizkörpern:
Röhrenheizkörper bestehen aus mehreren waagerecht oder senkrecht angeordneten Rohren. Sie kommen besonders häufig im Badezimmer zum Einsatz und werden dort auch als Handtuchheizkörper genutzt.
Vorteile von Röhrenheizkörpern:
Nachteile von Röhrenheizkörpern:
Niedertemperaturheizkörper sind speziell darauf ausgelegt, auch bei niedrigen Vorlauftemperaturen ausreichend Wärme abzugeben. Häufig handelt es sich um Flachheizkörper mit großer Oberfläche und zusätzlichen Konvektionsblechen. Je nach Auslegung können sie beispielsweise mit Vorlauftemperaturen von etwa 35 bis 45 Grad Celsius betrieben werden
Damit eignen sie sich gut für den Betrieb mit einer Wärmepumpe. Entscheidend ist jedoch nicht allein der Heizkörpertyp: Auch die Heizlast des t, die Größe der Heizflächen und die Dämmung des Gebäudes bestimmen, ob eine Wärmepumpe mit niedrigen Vorlauftemperaturen effizient arbeiten kann.
Gebläsekonvektoren saugen Raumluft an und führen sie über ein Heizelement. Ein Ventilator bläst die erwärmte Luft anschließend zurück in den Raum.
Der Vorteil von Konvektoren ist, dass sie sehr platzsparend eingesetzt werden können, etwa als Heizkörperbank unter niedrigen Fenstern oder auch unterhalb von Fußböden, typischerweise in Ladengeschäften. Die Konvektionswärme steigt dabei durch Luftschlitze in den Raum oder wird mithilfe eines Gebläses aufwärts befördert und kann Räume schnell erwärmen.
Gebläsekonvektoren arbeiten mit niedrigen Systemtemperaturen, benötigen allerdings einen Stromanschluss am Heizkörper. Und: Reine Konvektionswärme wird von vielen Menschen als unangenehm empfunden. Das gilt besonders für Allergiker, denn Konvektorheizkörper sind oft schwer zu reinigen, sodass die konvektionsbedingte Staubentwicklung sehr belastend sein kann.
Fußbodenheizungen erwärmen eine große Fläche des Raumes. Bei wassergeführten Systemen fließt warmes Wasser durch Heizungsrohre im Boden. Die Wärme wird sowohl über Strahlung als auch über Konvektion an den Raum abgegeben.
Vorteile von Fußbodenheizungen
Nachteile von Fußbodenheizungen
Wärmepumpen arbeiten besonders effizient mit niedrigen Vorlauftemperaturen. Deshalb lassen sie sich gut mit großflächigen Heizsystemen wie Fußbodenheizungen kombinieren. Aber auch das Zusammenspiel mit herkömmlichen Heizkörpern kann gut funktionieren. Entscheidend ist, ob die vorhandenen Heizflächen bei möglichst niedriger Vorlauftemperatur genügend Wärme an die Räume abgeben. Vor dem Einbau einer Wärmepumpe solltest du daher prüfen, welche Vorlauftemperatur das Gebäude tatsächlich benötigt. Eine Heizlastberechnung und die Optimierung des Heizungsverteilungssystems können dabei helfen.
Der Austausch von Heizkörpern kann unter bestimmten Voraussetzungen durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) gefördert, die du beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen kannst. Dazu zählen auch Maßnahmen, die die Effizienz einer bestehenden Heizungsanlage erhöhen. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn du deine Heizung für den Betrieb mit einer Wärmepumpe optimieren möchtest und dafür alte Heizkörper gegen Modelle austauscht, die für niedrige Vorlauftemperaturen geeignet sind. Die genauen Fördervoraussetzungen solltest du vor Beginn der Maßnahme prüfen.
Übrigens: Auch für den Kauf und die Installation von Wärmepumpen gibt es staatliche Zuschüsse. Diese werden über die Förderbank KfW vergeben.
Beantworte direkt hier einige Fragen zu deinen individuellen Ansprüchen – unser Expertenteam meldet sich dann bei dir.
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