Heizkosten sparen: Tipps & Förderung für dein Zuhause
Letzte Aktualisierung:
22.06.2021
4 Minuten
Deine Heizkosten sind zu hoch? Durch smartes Heizverhalten, Dämmmaßnahmen und Optimierung deiner Heizung kannst du deine Ausgaben dauerhaft senken. Teilweise gibt es dafür sogar staatliche Zuschüsse.
Oft kannst du schon durch kleine Maßnahmen eine große Wirkung erzielen.
Tipp
Spannende Infos für smartes Heizen findest du in unserem Ratgeber „Richtig heizen: 14 nützliche Tipps“.
Auch durch eine gute Dämmung kannst du Heizkosten senken. Besonders effizient sind:
Wichtig: Zu einigen Dämmmaßnahmen bist du gesetzlich verpflichtet, insbesondere wenn du ein Haus erbst, kaufst oder sanierst. Näheres erfährst du in den Paragraphen 47 bis 52 des Gebäudeenergiegesetzes (GEG).
Tipp
Dämmen mit staatlicher Förderung
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gewährt Zuschüsse und günstige Kredite – sowohl für einzelne Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle als auch umfassende Sanierungen. Diese kannst du beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen.
Wenn du eine ältere Heizung besitzt, kommen unter Umständen noch folgende Maßnahmen infrage, mit denen du die Anlage optimieren und deine Kosten senken kannst.
Durchschnittliche Wartungskosten nach Heizsystemen
Heizsystem | Kosten für eine jährliche Wartung |
|---|---|
Gasheizung | 80 bis 220 Euro |
Ölheizung | 150 bis 250 Euro |
| Wärmepumpe | 150 bis 400 Euro |
| Holzpelletheizung | 180 bis 400 Euro |
Auch für die Optimierung bestehender Heizsysteme gibt es staatliche Zuschüsse. Beispielsweise für einen hydraulischen Abgleich, den Austausch von Pumpen oder die Dämmung von Rohrleitungen. Details findest du auf der BAFA-Seite zur Heizungsoptimierung.
Auf lange Sicht kannst du deine Heizkosten am besten senken, wenn du auf ein Heizsystem umsteigst, das auf erneuerbaren Energien basiert. Damit machst du dich unabhängig von fossilen Brennstoffen, die nicht nur das Klima schädigen, sondern aufgrund der steigenden CO2-Abgabe voraussichtlich kontinuierlich teurer werden.
Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) fördert die Umstellung auf klimafreundlichere Heizsysteme. Eine Schlüsseltechnologie dabei ist die Wärmepumpe. Sie nutzt Umweltwärme aus Luft, Erde oder Wasser und wandelt diese mithilfe von Strom in Heizenergie um.
Besonders effizient wird sie in Kombination mit einer Photovoltaikanlage und einem Stromspeicher, da du so einen Teil des Stroms selbst erzeugst.
Auch wenn die Anschaffungskosten zunächst hoch erscheinen, zeigt eine langfristige Betrachtung: Eine Wärmepumpe ist günstiger als eine Gasheizung. Zudem fördert die KfW die Installation von Wärmepumpen derzeit mit mindestens 30 Prozent der Investitionssumme. Unter bestimmten Voraussetzungen kann sich der Zuschuss erhöhen.
Du möchtest dein Zuhause energetisch optimieren, aber weißt nicht, wo du anfangen sollst? Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) zeigt dir Schritt für Schritt, welche Maßnahmen technisch machbar und wirtschaftlich sinnvoll sind.
Es gibt viele effektive Maßnahmen, die Heizkosten sparen. Um Einsparpotenziale zu entdecken, bietet sich ein Wärmemengenzähler an. Langfristig lohnt sich außerdem eine gute Dämmung von Dach, Fassaden, Geschossdecken, Fenstern und Türen. Auch Heizungsrohre und Warmwasserspeicher sollten ausreichend wärmeisoliert werden.
Eine neue Heizungsanlage macht sich bezahlt – am besten mit regenerativer Antriebsenergie wie Sonne, Umgebungswärme, Erdwärme oder Holz, mindestens aber mit moderner Brennwerttechnik. Der Einsatz regenerativer Energien ist nicht nur umweltfreundlich4, sondern macht dich auch unabhängiger von Lieferungen und Preissteigerungen Dritter. Reicht das Budget dafür nicht aus, kann auch eine neue Heizungspumpe bereits starke Einsparungen mit sich bringen.
Welche jährlichen Heizkosten normal sind, verrät dir der bundesweite Heizspiegel.3 Im Jahr 2020 liegen die Heizkosten pro Quadratmeter Wohnfläche bei
- Erdgas: 9,80 Euro
- Heizöl: 8,90 Euro
- Fernwärme: 12,40 Euro
- Wärmepumpe: 10,40 Euro
- Holzpellets: 7,90 Euro
- Holzschnitzel: 6,80 Euro
Hinweis: Angesichts der weltpolitischen Lage können wir davon ausgehen, dass zukünftige Berechnungen zum Heizspiegel zu deutlich höheren Ergebnissen kommen werden.
Der bundesweite Heizspiegel gibt die jährlichen Heizkosten pro Quadratmeter an. Auf einen Tag heruntergerechnet ergeben sich die folgenden Beträge:
- Erdgas: 2,68 Cent/m²
- Heizöl: 2,44 Cent/m²
-Fernwärme: 3,40 Cent/m²
- Wärmepumpe: 2,85 Cent/m²
- Holzpellets: 2,16 Cent/m²
- Holzschnitzel: 1,86 Cent/m²
Wichtig: Bei den angegebenen Werten handelt sich um Jahresmittelwerte. Insofern sind auch Tage außerhalb der Heizperiode miteingerechnet. Die tatsächlichen Kosten pro Quadratmeter – etwa bei voll aufgedrehten Heizungsventilen im Winter – liegen deutlich höher. Vor allem angesichts der aktuellen Preissteigerungen.
Beantworte direkt hier einige Fragen zu deinen individuellen Ansprüchen – unser Expertenteam meldet sich dann bei dir.
- Checkliste Wärmepumpe: Warum werden Heizkörper nicht warm?
- Das kostet eine Wärmepumpe: Anschaffung und Förderung
- Hausnebenkosten: Was auf Hausbesitzer zukommt
- Heizkörper reinigen: Wie, wann und warum?
- Heizkörper wird nicht warm: Lösung und Tipps
- Heizkosten pro Quadratmeter bestimmen
- Heizkosten sparen: 9 Maßnahmen, die sich lohnen
- Heizperiode: Mindesttemperatur, Mietrecht & mehr
- Heizung entlüften und Heizsystem entlasten
- Heizung richtig einstellen: 8 Effizienz-Maßnahmen
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- Heizung: Nachtabsenkung verständlich erklärt
- Heizung: Thermostat richtig einstellen.
- Heizungsarten im Überblick
- Lautstärke von Wärmepumpen
- Luft-Wasser-Wärmepumpe: Funktion, Vor- & Nachteile
- Luftwechselrate einfach berechnen und verstehen
- Unterschiede bei Heizkörpertypen
- Wärmepumpen auch ohne Fußbodenheizung sinnvoll?
- Was ist Biogas und welche Vorteile bietet es?
- Was regelt die kommunale Wärmeplanung?
- Was tun, wenn die Heizung klopft
- Kosten, Ablauf, Vorschriften & Intervalle bei der Wartung von Gasthermen
- Zirkulationspumpe für die Warmwassernutzung
Quelle: co2online. 2021. Heizungskosten sparen: 8 Tipps für Hauseigentümer*innen.
Quelle: co2online. 2021. Heizkosten pro Quadratmeter im Vergleich.
EWE verpflichtet sich, den Kunden mit „Ökostrom“ zu versorgen. Das heißt, dass Strom in Höhe des Verbrauchs des Kunden aus Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Sinne des § 3 Nummer 1 Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in das Stromnetz eingespeist und (bilanziell) bereitgestellt wird. Der Nachweis erfolgt über die Entwertung von Herkunftsnachweisen beim Umweltbundesamt.
Erneuerbare Energie gemäß § 3 Nr. 21 EEG: a) Wasserkraft einschließlich der Wellen-, Gezeiten-, Salzgradienten- und Strömungsenergie, b) Windenergie, c) solare Strahlungsenergie, d) Geothermie, e) Energie aus Biomasse einschließlich Biogas, Biomethan, Deponiegas und Klärgas sowie aus dem biologisch abbaubaren Anteil von Abfällen aus Haushalten und Industrie.