Ratgeber: Wärmepumpe, PV & Batterie­speicher
Von innen beleuchtetes Haus mit Solaranlage auf dem Dach

Neue Fördersätze für Wärmepumpen seit Juli 2026


Die Bundesregierung hat Anfang Juli 2026 die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) geändert – und damit auch die Förderung für den Einbau neuer Heizungen. Die Neuregelung ist seit dem 21. Juli 2026 in Kraft. Details findet ihr auf unserer Informationsseite zum Thema Förderung.

Letzte Aktualisierung:

09.09.2026

4 Minuten

Wärmepumpe, PV-Anlage und Batteriespeicher: Eine Traum-Kombination?

Wärmepumpe, Photovoltaik-Anlage und Batteriespeicher ergänzen einander perfekt. Denn mit selbst produziertem und gespeichertem Solarstrom kannst du deine Wärmepumpe betreiben – mit der du wiederum heizen kannst. Ganz autark vom Stromnetz bist du damit allerdings nicht. Hier erfährst du, wann sich die Kombination lohnt und wie du beide Systeme optimal aufeinander abstimmst.

Um zu verstehen, wie Wärmepumpe, Photovoltaik und Batteriespeicher zusammenspielen, solltest du dir kurz vergegenwärtigen, wie die jeweiligen Technologien funktionieren:

So funktioniert eine Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe wandelt Umweltwärme aus Luft, Erde oder Grundwasser in Wärme zum Heizen und zur Warmwasseraufbereitung um. Damit kannst du vollständig auf fossile Brennstoffe wie Gas oder Öl verzichten. Das macht diesen Heizungstyp zu einer zukunftsorientierten Lösung.

Für den Betrieb benötigen Wärmepumpen Strom. Aus einer Kilowattstunde Strom können sie drei bis fünf Kilowattstunden (kWh) Wärme erzeugen. Wie viel genau, hängt zum einen von der Bauart der Wärmepumpe ab, zum anderen von deiner Immobilie. Am effizientesten arbeiten Wärmepumpen in Gebäuden mit guter Dämmung, aber auch in Altbauten können Wärmepumpen sinnvoll eingesetzt werden. Jedoch erhöhen sie in jedem Fall deinen Stromverbrauch. Hier kommt Photovoltaik ins Spiel.

Staatliche Förderung für deine neue Heizung

Der Staat fördert den Einbau von Wärmepumpen mit satten Zuschüssen. In unserem Ratgeber stehen alle wichtigen Details.

Mit der Photovoltaik-Anlage Strom erzeugen

Mit einer PV-Anlage verwandelst du Sonnenlicht in Strom. Wegen gesunkener Preise für PV-Module und andere Hardware sowie steuerlicher Erleichterungen ist die PV-Anlage heute deutlich günstiger als noch vor wenigen Jahren. Diesen Strom kannst du direkt in deinem Haushalt verwenden – beispielsweise für den Betrieb deiner Wärmepumpe.

Übrigens: Der Staat unterstützt den Bau von Solaranlagen im Rahmen von energetischen Sanierungen durch günstige Kredite. In einigen Bundesländern und Kommunen gibt es zudem Förderprogramme.

Artikeltipp zum Weiterlesen

Die Einspeisevergütung, die du derzeit noch für Solarstrom erhältst, den du ins öffentliche Stromnetz einspeist, soll in absehbarer Zeit eingestellt werden. Mehr Details dazu erfährst du in unserem Ratgeber.

Technische Voraussetzungen für die Kombination

Damit Wärmepumpe und PV-Anlage optimal zusammenarbeiten, müssen sie richtig dimensioniert und vernetzt sein. Entscheidend sind dafür folgende Faktoren:

  1. Leistungsabstimmung: Die PV-Anlage sollte groß genug sein, um den erwarteten Strombedarf der Wärmepumpe bilanziell zu decken. Die tatsächliche Leistung hängt stark vom Standort, der Ausrichtung und den PV-Modulen ab, aber als grober Richtwert gilt: 1 Kilowattpeak Leistung (kWp) für 1.000 kWh jährlichen Strombedarf.

  2. Intelligente Steuerung: Ein Energiemanagement-System oder „Home Energy Management System“ (HEMS) verteilt den Strom automatisch an die Stromverbraucher, die ihn gerade benötigen. So kannst du deinen Eigenverbrauch steigern – und deine Energiekosten reduzieren.

  3. Geeignete Zählerkonfiguration: Häufig genügt ein gemeinsamer Zähler für Haushalt, Wärmepumpe und PV-Anlage. Bei getrennten Tarifen können aber auch zwei sinnvoll sein.

Wärmepumpe und Photovoltaik: Lohnt sich die Kombination?

Beide Systeme ergänzen einander perfekt: Die Wärmepumpe benötigt Strom, die PV-Anlage liefert ihn. So kannst du einen großen Teil deines Wärme- und Strombedarfs selbst decken. Das hat zum einen wirtschaftliche Vorteile: Je mehr selbst produzierten Strom du nutzt, desto geringer sind deine Energiekosten. Zum anderen machst du dich unabhängiger von fossilen Energieträgern. 

In der Praxis geht die Rechnung wegen saisonaler Schwankungen jedoch nur zum Teil auf. Im Frühjahr und Sommer kann ein gut dimensioniertes System den Strombedarf deines Haushalts im besten Fall vollständig decken. Schwierig wird es jedoch im Winter. Zwar produzieren PV-Anlagen auch im Winter Strom, die Produktion sinkt jedoch auf etwa 10 bis 30 Prozent der Sommerleistung. Genau in dieser Zeit aber steigen Warmwasserbedarf und Heizwärmebedarf: Die Wärmepumpe läuft daher länger und mit höherer Leistung.

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