PV-Anlage planen: 7 Fehler, die du vermeiden solltest
Letzte Aktualisierung:
02.10.2026
3 Minuten
Eine Photovoltaikanlage kann sich über viele Jahre hinweg auszahlen. Doch es gibt wichtige Punkte, die in der Planungsphase leicht übersehen werden und dich im Nachhinein viel Aufwand und Geld kosten können. Erfahre hier, auf welche Punkte du achten solltest.
Nicht allein der Kaufpreis ist entscheidend, sondern auch, welche Leistungen im Preis enthalten sind. Wichtige Punkte sind die Beratung, die fachgerechte Montage, die Anmeldung beim Netzbetreiber und eine verständliche Einweisung. Auch Leistungsgarantien und Serviceangebote für die Zeit nach der Installation können sich später auszahlen.
Übrigens: PV-Anlagen sind deutlich günstiger als noch vor einigen Jahren – aber die Preise könnten künftig wieder anziehen.
2. Den Strombedarf falsch einschätzen
Eine PV-Anlage sollte nicht auf deinen aktuellen Stromverbrauch ausgelegt sein, sondern auf deinen Bedarf in der Zukunft. Und dieser Bedarf wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ansteigen, denn Strom wird als Energieträger immer wichtiger – beispielsweise für das Heizen mit einer klimafreundlichen Wärmepumpe oder um dein Elektroauto über eine eigene Wallbox mit Strom zu versorgen. Planst du diesen Bedarf von vornherein mit, vermeidest du, dass du in einigen Jahren deine Anlage unter hohem Aufwand und unter hohen Kosten nachrüsten oder gar austauschen musst.
3. Das Dach nicht ausreichend prüfen lassen
Ob ein Dach für eine wirtschaftliche Erzeugung von Solarstrom geeignet ist, hängt von vielen Faktoren ab. So können etwa Verschattungen durch Nachbargebäude oder Bäume die Erträge beeinträchtigen. Gleichzeitig können PV-Anlagen auf scheinbar ungeeigneten Dächern oft gute Erträge erzielen, beispielsweise wegen ihres Neigungswinkels oder durch den Einsatz von bifazialen Solarmodulen oder Leistungsoptimierern. Möglicherweise bieten sich auch statt des Dachs alternative Flächen an – etwa auf dem Flachdach deines Carports.
Um herauszufinden, was in deinem konkreten Fall möglich ist, solltest du daher in jedem Fall einen Fachbetrieb mit in die Planung einbeziehen.
4. Zu wenig Fläche belegen
Oft wird bei der Planung Dachfläche nicht genutzt. Im Zweifel lohnt es sich, die gesamte geeignete Fläche mit Modulen zu belegen. Denn gemessen an ihrer Leistungsfähigkeit ist eine große Anlage günstiger als eine kleine. Das gilt umso mehr, wenn dein Strombedarf zunimmt (siehe auch „Den Strombedarf falsch einschätzen“).
Übrigens: Auch die Prüfung der vorhandenen Dacheindeckung wird oft übersehen. Möglicherweise muss diese ohnehin in einigen Jahren erneuert werden. Die PV-Anlage soll aber für mindestens 25 Jahre auf dem Dach bleiben. Daher kann es sinnvoll sein, Dacharbeiten vor der Installation der PV-Anlage durchführen zu lassen.
Hole unbedingt Angebote von mehreren Anbietern ein – und prüfe diese detailliert. Auch, um beurteilen zu können, ob ein Anbieter möglicherweise unseriöse Versprechen macht. Schau neben dem Kaufpreis, den Komponenten und den Serviceleistungen darum auch darauf, welche Erträge prognostiziert werden – und frage nach, wie diese berechnet wurden.
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