Ratgeber: Heizungs­wartung
Mann mit Bauhelm prüft Heizung

Neues Heizungsgesetz und neue Fördersätze


Im Juli 2026 wurde aus dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG). Das sieht u. a. vor, dass die 65-Prozent-Regel entfällt. Damit dürfen auch in Neubauten grundsätzlich Gas- und Ölheizungen installiert werden. Allerdings gilt eine "Biotreppe": Ab 2029 müssen fossile Heizungen einen Mindestanteil an erneuerbaren Brennstoffen nutzen, der sich schrittweise erhöht. Details gibt's beim Bundeswirtschaftsministerium.
Gleichzeitig ändern sich die Fördersätze für den Einbau neuer Wärmepumpen. Die neuen Regeln findet Ihr auf unserer Infoseite.

Letzte Aktualisierung:

22.09.2026

3 Minuten

Darum lohnt sich regelmäßige Heizungswartung

Eine regelmäßige Heizungswartung hilft dir, Energie zu sparen, verhindert teure Reparaturen und sorgt für einen sicheren Betrieb deiner Heizung. Erfahre, welche Kosten entstehen, welche gesetzlichen Vorgaben gelten und warum sich die Wartung langfristig auszahlt.

Warum die Heizungswartung wichtig ist

Auch wenn deine Heizung scheinbar zuverlässig arbeitet, solltest du sie regelmäßig von einem Fachbetrieb überprüfen lassen. Zum einen bist du gesetzlich dazu verpflichtet, wesentliche Komponenten regelmäßig warten zu lassen. Zum anderen profitierst du selbst davon. Denn Verschleiß und Verschmutzungen bleiben im Alltag oft unbemerkt. Lässt du sie nicht rechtzeitig beheben, können sich daraus Schäden entwickeln, die kostspielige Reparaturen verursachen. Daneben gibt es noch weitere Vorteile. 
Eine regelmäßige Wartung:

  • verlängert die Lebensdauer deiner Heizungsanlage
  • verringert das Ausfallrisiko
  • senkt den Energieverbrauch und damit die Heizkosten
  • erhöht die Betriebssicherheit
  • reduziert Emissionen und schont dadurch das Klima
  • erfüllt gesetzliche Anforderungen
  • sichert häufig Garantie- und Gewährleistungsansprüche des Herstellers

Ist die Heizungswartung gesetzlich vorgeschrieben?

Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), auch Heizungsgesetz genannt, das im Juli 2026 das Gebäudeenergiegesetz abgelöst hat, verpflichtet in § 60 Betreiber:innen von Heizungsanlagen dazu, dass sie Komponenten, „die einen wesentlichen Einfluss auf den Wirkungsgrad“ haben, regelmäßig fachgerecht warten und instand halten lassen. Ein bestimmtes Intervall für die Wartung ist nicht vorgeschrieben, die meisten Hersteller empfehlen jedoch eine jährliche Wartung. Oft ist die jährliche Wartung auch Voraussetzung für Garantie- oder Kulanzleistungen des Heizungsproduzenten. Auch einige Gebäudeversicherungen verlangen, dass die Heizungsanlagen regelmäßig gewartet werden.

Was tun, wenn die Heizung ausfällt? 

In unserem Ratgeber erfährst du, wann sich die Reparatur einer defekten Heizung lohnt, und wann ein Neukauf sinnvoller ist.

Kosten einer Heizungswartung

Das kostet die Wartung verschiedener Heizungsarten

  • Die Wartungskosten für die Gasheizung sind recht niedrig. Sie liegen meist zwischen 90 und 150 €.
  • Bei der Wartung einer Ölheizung kommen Reinigungsarbeiten der Rohre hinzu. Die Rußschicht wird entfernt. Für die Arbeiten zahlen Besitzer 150 bis 250 €.
  • Bei der Verbrennung von Holz entsteht deutlich mehr Ruß als bei der Verwendung von Ölheizungen. Es bilden sich entzündliche Ablagerungen. Diese müssen öfter entfernt werden. Für eine Pelletheizung muss deshalb der Schornsteinfeger ein- bis zweimal jährlich zur Wartung kommen – was sich in den Wartungskosten widerspiegelt: 150 bis 280 € sind zu zahlen.
  • Bei Wärmepumpen findet keine Verbrennung statt. Du brauchst also keinen Schornsteinfeger. Rund 150 € pro Wartung kannst du einplanen. Allerdings ist die Technik noch relativ neu. Daher schwanken die Kosten je nach Betrieb und Region erheblich.
 Heizsystem  Wartungskosten/ pro Wartung
 Pelletheizung 150 – 280 €
 Wärmepumpe 150 €
 Ölheizung 150 – 250 €
 Gasheizung 90 – 150 €

 

 

Dürfen die Kosten einer Heizungswartung auf die Nebenkosten umgelegt werden?

Die Heiznebenkosten dürfen auf Mieter umgelegt werden – in begrenztem Umfang. Dazu gehören auch die Wartungskosten. Hierunter fallen das Einstellen des Brenners, die Reinigung des Heizkessels und die Überprüfung der Steuerung. Der Austausch von Kleinteilen wie Filter und Dichtungen kann über die Wartung abgerechnet werden. Reparaturen der Heizungsanlage sind nicht umlagefähig. Oft ist der Heizkostenabrechnung nicht zu entnehmen, ob nur eine Wartung durchgeführt oder ob die Heizungsanlage auch repariert wurde. Achte auf Kostenschwankungen zum Vorjahr. Wenn die Heiznebenkosten zum Beispiel mehr als fünf Prozent der Kosten für Brennstoff betragen, sollten Mieter Einsicht in die Rechnung verlangen

Fazit: Kleine Investition, große Ersparnis

Wer regelmäßig in die Heizungswartung investiert, spart Reparaturkosten und Heizkosten, verringert zudem das Risiko des plötzlichen Heizungsausfalls. Auch die Umweltbelastung sinkt. Die Kosten für die Wartung sind schnell wieder eingeholt. Ein Wartungsvertrag zwischen Eigentümer und Fachbetrieb sorgt für regelmäßige Wartungen. Beim Wärme-Contracting der EWE sind Kosten und Organisation der Wartung sogar mitinbegriffen, im Falle der Wärmepumpe auf Wunsch des Kunden.
Angebot anfragen

Beantworte direkt hier einige Fragen zu deinen individuellen Ansprüchen – unser Expertenteam meldet sich dann bei dir.

  1. EWE verpflichtet sich, den Kunden mit „Ökostrom“ zu versorgen. Das heißt, dass Strom in Höhe des Verbrauchs des Kunden aus Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Sinne des § 3 Nummer 1 Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in das Stromnetz eingespeist und (bilanziell) bereitgestellt wird. Der Nachweis erfolgt über die Entwertung von Herkunftsnachweisen beim Umweltbundesamt.

    Erneuerbare Energie gemäß § 3 Nr. 21 EEG: a) Wasserkraft einschließlich der Wellen-, Gezeiten-, Salzgradienten- und Strömungsenergie, b) Windenergie, c) solare Strahlungsenergie, d) Geothermie, e) Energie aus Biomasse einschließlich Biogas, Biomethan, Deponiegas und Klärgas sowie aus dem biologisch abbaubaren Anteil von Abfällen aus Haushalten und Industrie.