Ratgeber: Stromverbrauch Wäschetrockner
Wäschetrockner mit offener Klappe

Letzte Aktualisierung:

17.06.2026

5 Minuten

Wie viel Strom verbrauchen Wäschetrockner?

Wäschetrockner sind praktisch, verbrauchen jedoch viel Energie. Erfahre alles über den Stromverbrauch und die Vor- und Nachteile von Wärmepumpentrocknern, Kondenstrocknern, Ablufttrocknern, Waschtrocknern sowie Gas-Trocknern – und wie du deinen Trockner möglichst energieeffizient nutzt.

Worauf muss man bei einem Wäschetrockner achten?

Wenn du überlegst, dir einen Wäschetrockner anzuschaffen, solltest du ein Gerät wählen, das möglichst wenig Strom verbraucht. Das schont deinen Geldbeutel und das Klima. Es gibt fünf Arten von Wäschetrocknern, die jeweils verschiedene Vor- und Nachteile haben.

Artikel-Tipp zum Weiterlesen

Im Ratgeber „Energiekosten sparen: So machst du dein Zuhause energieeffizient“ erfährst du, wo sich in deinem Haushalt Energiefresser verstecken – und was du tun kannst, um deinen Stromverbrauch zu reduzieren.

So funktionieren Gas-Wäschetrockner

Gas-Wäschetrockner erzeugen die heiße Luft zum Trocknen mit einem Gasbrenner. Die Luft durchströmt die Trommel, nimmt Feuchtigkeit auf und wird anschließend über eine Abluftleitung ins Freie geleitet. Für den Betrieb brauchst du einen Gasanschluss oder eine Flüssiggasflasche sowie ein nach außen führendes Abluftrohr. Strom wird lediglich für den Betrieb der Trommel, des Gebläses sowie die Feuchtigkeits- und Temperatursteuerung benötigt.

Gas-Wäschetrockner sind in Deutschland verhältnismäßig selten. Sie werden vor allem in größeren Haushalten und im Gewerbe genutzt.

Vorteile von Gas-Wäschetrocknern

  • Bis zu 50 Prozent geringerer Stromverbrauch als elektrische Trockner
  • Schnellere Trocknung durch hohe Heizleistung
  • Bei Nutzung von Biogas oder Ökogas bessere CO2-Bilanz

Nachteile von Gas-Wäschetrocknern

  • Aufwändige Installation durch einen Fachbetrieb wegen Gasanschluss und Abluftleitung
  • Geringe Geräteauswahl auf dem Markt
  • Nutzung in Mietwohnungen oft untersagt

So funktionieren Ablufttrockner

Ablufttrockner erhitzen mit einer elektrischen Heizung die Luft und führen sie durch die rotierende Trommel. Die Luft nimmt die Feuchtigkeit der Wäsche auf und wird anschließend über ein Abluftrohr nach draußen geleitet. Strom wird für die Heizung, die Trommelbewegung, das Gebläse und für die Temperatur- und Feuchtigkeitsregelung benötigt.

Inzwischen gibt es darum kaum noch Ablufttrockner auf dem Markt, weil sie zwar günstig sind, wegen ihres hohen Stromverbrauchs jedoch als nicht mehr zeitgemäß gelten.

Vorteile von Ablufttrocknern

  • Niedriger Preis im Vergleich zu Kondensations- oder Wärmepumpentrocknern
  • Schnelle Trocknung durch direkte Abluftführung
  • Einfache Bedienung, robuste Technik

Nachteile von Ablufttrocknern

  • Hoher Stromverbrauch durch die elektrische Heizung
  • Abluftleitung nach außen erforderlich – daher nicht überall einsetzbar
  • Wärmeverlust kann zu erhöhten Raumtemperaturen führen

Artikel-Tipp zum Weiterlesen

Du hast Fragen zu der Abschlagsrechnung deines Energieversorgers? Im Artikel „Berechne deinen Stromabschlag – so geht’s“ erklären wir dir, was es mit dem Stromabschlag auf sich hat, wie du ihn berechnen kannst und worauf du unbedingt achten solltest.

So funktionieren Waschtrockner

Waschtrockner kombinieren Waschmaschine und Trockner in einem Gerät. Meist nutzen sie eine Kondensationstrocknung, bei der die feuchte Luft kondensiert und das Wasser in einem Behälter oder über den Abfluss gesammelt wird. Waschtrockner benötigen Strom zum Heizen der Trommel, die Trommelbewegung und die Steuerung und haben daher einen vergleichsweise hohen Strombedarf.

Vorteile von Waschtrocknern

  • Platzsparend: Wasch- und Trockenvorgang in einem Gerät
  • Keine separate Abluftleitung erforderlich

Nachteile von Waschtrocknern

  • Geringere Trocknungskapazität als eigenständige Trockner
  • Längere Trocknungszeiten, besonders bei voller Beladung
  • Höherer Stromverbrauch im Vergleich zu Wärmepumpentrocknern

So funktionieren Kondenstrockner

Kondenstrockner erhitzen die Luft mithilfe eines Heizelements und leiten sie durch die rotierende Trommel, wo sie die Feuchtigkeit aus der Wäsche aufnimmt. Die feuchte Luft wird über einen Kondensator geleitet, in dem das Wasser aus der Luft kondensiert. Das Wasser wird in einem Behälter gesammelt, oder über den Abfluss abgeführt – Kondenstrockner benötigen daher keine Abluftleitung. Strom wird für die Heizung, die Trommelbewegung, das Gebläse und die Steuerung benötigt. Moderne Modelle arbeiten relativ effizient, haben aber meist einen höheren Stromverbrauch als Wärmepumpentrockner.

Vorteile von Kondenstrocknern

  • Keine Abluftleitung nötig, daher flexibel aufstellbar
  • Einfach zu installieren, das Gerät muss nur an Strom angeschlossen werden
  • Moderne Geräte sind vergleichsweise effizient

Nachteile von Kondenstrocknern

  • Höherer Stromverbrauch als Wärmepumpentrockner
  • Das Kondenswasser muss regelmäßig entleert oder abgeführt werden
  • Bei voller Beladung kann das Trocknen lange dauern

So funktionieren Wärmepumpentrockner

Im Unterschied zu einem Kondenstrockner erhitzen Wärmepumpentrockner die Luft nicht über eine Heizung, sondern über eine Wärmepumpe, welche die Wärme nach dem Durchströmen der Trommel wieder zurückgewinnt. Die feuchte Luft wird kondensiert und das Wasser in einem Behälter gesammelt und in einen eingebauten Tank gepumpt oder durch einen Schlauch in den Abfluss geleitet. Strom wird lediglich für die Wärmepumpe, die Trommelbewegung, das Gebläse und die Steuerung benötigt, nicht aber zum Heizen. Deshalb gelten Wärmepumpentrockner als die energiesparendste Variante unter den Trocknern.

Vorteile von Wärmepumpentrocknern

  • Sehr niedriger Stromverbrauch – bis zu 50 Prozent weniger als herkömmliche Kondensationstrockner
  • Sanfte Trocknung, die die Wäsche schont
  • Flexible Aufstellmöglichkeiten, da kein Abluftrohr benötigt wird

Nachteile von Wärmepumpentrocknern

  • Höherer Anschaffungspreis als Abluft- oder Kondenstrockner
  • Längere Trocknungszeiten im Vergleich zu Abluft- oder Gas-Trocknern
  • Regelmäßige Reinigung von Filtern und Wärmetauschern erforderlich

Artikel-Tipp zum Weiterlesen

Du interessierst dich für die Funktionsweise von Wärmepumpen? Im Artikel „Wärmepumpe: Funktion und Wissenswertes“ erfährst du alle Fakten zu den energieeffizienten Heizsystemen.

Welche Art von Wäschetrockner verbraucht am wenigsten Strom?

Gas-Wäschetrockner verbrauchen bis zu 50 Prozent weniger Strom als elektrische Trockner, da sie eine andere Energiequelle zur Wärmeerzeugung nutzen. Sie sind jedoch für Privathaushalte kaum geeignet. Von den übrigen Trocknerarten verbrauchen Wärmepumpentrockner am wenigsten und Ablufttrockner am meisten Strom. Das spiegelt sich in der Energieeffizienz der Geräte wider.

  Energieeffizienz  Umweltfreundlichkeit 
 Gas-Wäschetrockner keine Angabe* mittelmäßig
 Ablufttrockner E bis G schlecht
 Waschtrockner D bis F schlecht
Kondenstrockner C bis E mittelmäßig
Wärmepumpentrockner A bis C gut

 

* Die EU-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung gilt nur für elektrisch betriebene Haushaltswäschetrockner.

Wie kann man Wäschetrockner möglichst stromsparend nutzen?

Unabhängig von der Art des Trockners kannst du einiges tun, um beim Trocknen möglichst wenig Strom zu verbrauchen.

  • Richtiger Standort: Das Gerät sollte möglichst frei stehen – dann kann die Luft im Trockner optimal zirkulieren.
  • Wäsche kräftig schleudern: Um die Wäsche bestmöglich auf das Trocknen vorzubereiten, solltest du sie in der Waschmaschine bei mindestens 1.000 Umdrehungen pro Minute schleudern.
  • ECO-Programm wählen: Im ECO-Programm trocknet die Wäsche mit niedriger Temperatur besonders energieeffizient. Das dauert in der Regel etwas länger, spart aber Strom.
  • Gerät regelmäßig reinigen: Wenn das Flusensieb verdreckt ist, kann der Trockner nicht mehr einwandfrei arbeiten und benötigt deutlich mehr Energie.

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