Letzte Aktualisierung:
17.06.2026
4 Minuten
Zum Backen brauchst du nicht nur gute Zutaten, sondern auch die passende Portion Energie. Mit diesen einfachen Tricks kannst du beim Backen im Backofen – oder in der Mikrowelle – nachhaltig Strom sparen.
Ob Schmorbraten, Geburtstagskuchen oder Weihnachtsplätzchen: Fast immer kannst du deinen Stromverbrauch senken und die Energieeffizienz deines Haushalts steigern.
Viele Rezepte empfehlen Vorheizen, damit sichergestellt ist, dass von Anfang an die richtige Temperatur herrscht. Das ist aber nicht immer notwendig. Bei der Zubereitung von Backwaren wie Brot oder Plätzchen, knusprig zubereitetem Fleisch, Pizza und empfindlichen Gerichten wie Soufflés solltest du tatsächlich vorheizen.
Bei Aufläufen, Schmorgerichten oder Braten darf die Temperatur jedoch auch langsam ansteigen. Hier kannst du aufs Vorheizen komplett verzichten.
Wenn du vorheizt, dann nur möglichst kurz. Moderne Backöfen erreichen die gewünschte Temperatur meist innerhalb weniger Minuten, was oft durch ein Kontrolllämpchen angezeigt wird.
Schalte den Ofen 5 bis 10 Minuten vor Ende der Backzeit aus. Die Restwärme reicht meist aus, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Das funktioniert besonders gut bei langen Gar- und Backzeiten wie Schmorgerichten, Brot oder Kuchen.
Bei jedem Öffnen der Ofentür entweicht Wärme. Öffne sie deshalb nur, wenn es wirklich nötig ist – so bleibt die Temperatur konstant und du kannst im Haushalt Energie sparen.
Energiesparen im Alltag
Nicht nur beim Backen kannst du Strom sparen. In unserem Ratgeber „Energiekosten sparen“ erklären wir dir Raum für Raum, wie du in deiner Wohnung durch kleine Anpassungen jede Menge Energie sparen kannst.
Umluft verteilt die Hitze gleichmäßig im Inneren des Ofens. Du kannst außerdem die Temperatur um 20 bis 30 Grad niedriger einstellen als bei Ober- und Unterhitze – und entsprechend Strom sparen.
Die Umluftfunktion deines Ofens wird durch ein Ventilatorsymbol dargestellt. Ist dieses von einem Kreis umschlossen, besitzt dein Ofen eine Heißluftfunktion. Das heißt: Um den Ventilator herum befindet sich ein Ringheizkörper, der die Luft besonders schnell und effizient erhitzt – und dabei hilft, sie noch gleichmäßiger zu verteilen.
Umluft und Heißluft erlauben dir, die volle Kapazität deines Ofens zu nutzen und gleichzeitig auf mehreren Blechen zu backen.
Das sind die wichtigsten Backofen-Symbole

Versuche, wann immer möglich, mehrere Backvorgänge nacheinander durchzuführen – so vermeidest du zusätzlichen Energieaufwand fürs Aufheizen. Etwa, indem du den Kuchen für den Sonntagnachmittag bereits am Vormittag backst – und dann den Braten fürs Mittagessen zubereitest.
Wenn möglich, solltest du auf Backbleche verzichten – und stattdessen einen Rost verwenden. Dieser bindet viel weniger Wärme als ein Blech, was den Stromverbrauch senkt. Auf dem Rost kannst du Backgut mit fester Konsistenz wie Brot oder Brötchen backen – sowie alles, was in einer Form zubereitet wird, etwa Kuchen oder Aufläufe. Fertiggerichte wie Pizza, Pommes oder Nuggets sind meist speziell für die Zubereitung auf dem Rost konzipiert – und werden dort oft noch knuspriger als auf einem Blech.
Undichte Öfen verbrauchen unnötig Energie. Überprüfe deshalb regelmäßig die Dichtungen deines Backofens. Wenn sie lose oder porös sind, solltest du sie ersetzen. Die Kosten dafür holst du durch den gesparten Strom schnell wieder herein.
Auch durch das Erhitzen von Schmutz oder Resten früherer Backvorgänge, verschwendest du Energie. Zudem kann sich die Hitze in einem sauberen Backofen besser verteilen.
Übrigens: Viele Backöfen haben eine Selbstreinigungsfunktion, auch Pyrolyse genannt. Dabei wird der Ofen mit Temperaturen von bis zu 500 Grad erhitzt. Dabei zerfallen Fettspritzer und eingebrannte Reste zu Asche, sodass du danach nur noch einmal feucht durchwischen musst. Die praktische Funktion hat aber buchstäblich ihren Preis: Eine Pyrolyse kann ein bis drei Euro an Stromkosten verursachen.
Moderne Backöfen arbeiten effizienter und verbrauchen weniger Strom. Achte bei einem Neukauf deshalb auf ein Gerät mit einer hohen Energieeffizienzklasse. Übrigens: Das EU-Energielabel auf Elektroherden bezieht sich ausschließlich auf den Backofen – für Kochfelder gibt es keine eigenen Energieeffizienzklassen.
Kann man in der Mikrowelle Kuchen backen? Die Antwort lautet ganz klar: Ja! Dabei kannst du im Vergleich zum Backen im Ofen sogar deutlich Strom sparen. Weil die Mikrowelle sofort mit der gewünschten Temperatur startet, entfällt das besonders energieintensive Aufheizen. Einige Gerichte kannst du deutlich schneller zubereiten als im Ofen. Ein Mug Cake beziehungsweise Tassenkuchen gelingt beispielsweise in ein bis zwei Minuten statt in 20 bis 30 Minuten und verbraucht nur ein Drittel des Stroms, nämlich etwa 0,45 Kilowattstunden (kWh) statt 1,3 kWh im Backofen.
Dennoch: Mikrowellen sind kein vollwertiger Ersatz für einen Backofen. Sie sind nicht für größere Mengen Backgut geeignet – ebenso wenig für Gerichte, die nur mit Kruste richtig schmecken, wie Pizza oder Brot. Um bei Krusten zumindest qualitativ ähnliche Ergebnisse zu erzielen wie im Backofen, benötigst du eine Mikrowelle mit Grillfunktion oder Heißluftfunktion.
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