Ratgeber: AirTags
Stilisiertes Bild einer Standortanzeige

Letzte Aktualisierung:

06.01.2026

6 Minuten

Wie funktionieren AirTags – und welche Alternativen gibt es?

Schlüssel verschwunden, Hund entlaufen, der Koffer taucht nicht auf dem Gepäckband des Flughafens auf? Tracker mit Bluetooth-Funktion können dir in solchen Momenten helfen. Die bekanntesten sind die AirTags von Apple, doch es gibt auch Alternativen für Android. Wir erklären, wie die Geräte funktionieren – und welche Risiken du kennen solltest.

Was ist ein AirTag?

Ein AirTag ist ein kleiner, runder Bluetooth-Sender von Apple1 mit den Abmessungen einer Zwei-Euro-Münze, der dir dabei hilft, Gegenstände zu orten. Du kannst ihn an Gegenständen wie Schlüsseln, Taschen oder Koffern befestigen und anschließend über die „Wo ist?“-App auf dem iPhone, iPad oder Mac verwalten. Es fallen keine monatlichen oder jährlichen Kosten an; du zahlst nur den Anschaffungspreis.

Wie funktionieren AirTags und andere Ortungstracker?

AirTags senden in kurzen Intervallen ein Bluetooth-Signal aus, das von iPhones in der Umgebung empfangen wird. Dieses Signal wird anonymisiert übermittelt und ermöglicht es dir, mit der „Wo ist?“-App den Standort des Tags herauszufinden. Über einen integrierten Lautsprecher kann das AirTag zudem einen Signalton abgeben. Neuere iPhones haben einen sogenannten U1-Chip, der auch im Nahbereich hochpräzise anzeigen kann, wie weit der AirTag entfernt ist und in welche Richtung er sich bewegt.

Auch Ortungstracker von anderen Herstellern nutzen Bluetooth auf ähnliche Weise. Google hat für Smartphones mit dem Betriebssystem Android sogar ein eigenes „Find My Device“-Netzwerk etabliert, das alle kompatiblen Tracker einbezieht.

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Wie groß ist die Reichweite von AirTags und vergleichbaren Geräten?

Die Reichweite über eine direkte Bluetooth-Verbindung liegt bei rund 10 bis 30 Metern. Durch die enorm große Anzahl an Geräten, die die entsprechende App nutzen, bildet sich jedoch ein riesiges Suchnetzwerk, das du weltweit nutzen kannst. Selbst Smartphones, die sich nicht in unmittelbarer Nähe des AirTags befinden, können es häufig registrieren. In abgelegenen Gebieten, in denen sich nicht genug Menschen mit Handys aufhalten, können allerdings Lücken entstehen.

Welche Alternativen zu AirTags gibt es für Android?

Zu den am weitesten verbreiteten Alternativen für Android-Geräte gehören:

  • Samsung Galaxy SmartTags, die speziell mit Samsung-Smartphones zusammenarbeiten und ein eigenes Netzwerk von Galaxy-Geräten nutzen. Die Plus-Version bietet – ähnlich wie das U1-Modul von Apple – zusätzliche Funktionen für eine besonders präzise Ortung im Nahbereich.
  • Tile-Tracker arbeiten mit einer eigenständigen App und beziehen eine große Community von Nutzer:innen ein, um verlorene Gegenstände zu finden.
  • Chipolo-Tracker sind sowohl mit Android als auch mit iOS kompatibel und zeichnen sich vor allem durch laute Signaltöne und kompakte Formate aus – etwa als runde Anhänger oder als kartendünne Version fürs Portemonnaie.

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Brauchen AirTags Batterien?

AirTags verwenden eine handelsübliche Knopfzelle vom Typ CR2032, die etwa ein Jahr hält und sich ohne Werkzeug austauschen lässt. Auch viele Alternativprodukte setzen auf diese Art von Batterien.

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Wofür können AirTags und andere Ortungstracker genutzt werden?

AirTags eignen sich gut, um verlorene oder verlegte Alltagsgegenstände aufzuspüren, beispielsweise Schlüssel, Geldbörsen, Rucksäcke oder Handtaschen. Auf Reisen kannst du sie im Gepäck verstauen, um zu prüfen, welchen Weg dein Koffer genommen hat. Für Haustiere und Fahrräder gibt es sogar spezielle Halterungen.

Wie ortet man ein AirTag?

In der „Wo ist?“-App wird immer der letzte bekannte Standort angezeigt. Befindet sich das AirTag in unmittelbarer Nähe, kann ein Ton abgespielt oder – bei unterstützten iPhones – eine visuelle Richtungshilfe aktiviert werden. Du kannst dein AirTag zudem als „verloren“ markieren und eine Kontaktnummer hinterlegen. Wenn jemand das Tag findet und mit dem Handy scannt, kann er oder sie die hinterlegten Informationen abrufen. Das funktioniert sowohl mit Android-Handys als auch mit iPhones.

Können AirTags und Alternativen von Android Fahrräder schützen?

AirTags können auch das Auffinden von gestohlenen Fahrrädern erleichtern. Durch spezielle Klingeln und Rahmentaschen können sie unauffällig angebracht werden. Allerdings ersetzen sie keinen professionellen Diebstahlschutz. Denn die Ortung funktioniert nur, wenn sich das Rad in der Nähe von Apple-Geräten befindet. Zudem geben sie einen Warnton ab, wenn sie längere Zeit keine Verbindung zu deinem Handy aufbauen können – und könnten dadurch leicht entdeckt werden. Für ein zuverlässiges Tracking von Fahrrädern sind daher GPS-Tracker die bessere Wahl: Sie benötigen nicht die Nähe anderer Geräte, sondern senden ihren Standort über Mobilfunknetze.

AirTag oder GPS-Tracker – was ist besser?

AirTags und andere Bluetooth-Tracker punkten vor allem durch ihre kompakte Größe, lange Batterielaufzeit und einfache Bedienung. Sie eignen sich damit vor allem für das Auffinden von unbeweglichen, häufig verlegten Alltagsgegenständen, die sich in unmittelbarer Nähe befinden. GPS-Tracker sind größer und teurer, funktionieren jedoch nahezu überall und in Echtzeit – damit sind sie ideal geeignet für das Tracken von wertvollen Gegenständen, bei denen eine lückenlose Ortung unverzichtbar ist – und von beweglichen Objekten wie Fahrrädern oder anderen Fahrzeugen oder auch des geliebten Haustiers.

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Welche rechtlichen Bedenken gibt es?

Ortungstracker wie AirTags können missbräuchlich eingesetzt werden, etwa um Menschen heimlich zu verfolgen. Apple hat inzwischen deshalb verschiedene Schutzmechanismen in seine AirTags integriert: iPhones melden automatisch, wenn sie erkennen, dass sich ein fremdes AirTag über längere Zeit in der Nähe der Nutzerin oder des Nutzers befindet. Zudem geben sie nach einigen Tagen ohne Verbindung zu ihren Besitzer:innen einen Warnton ab. Gut zu wissen: Android-Smartphones verfügen nicht über solche automatischen Warnungen – das Risiko, ungewünscht geortet zu werden, ist daher höher. Grundsätzlich gilt: Das heimliche Tracken von Menschen ist verboten und kann strafrechtliche Konsequenzen haben.

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  1. Apple, iPhone, iPad, Mac und AirTag sind Marken der Apple Inc. und/oder ihrer verbundenen Unternehmen. Dieser Artikel steht in keiner Verbindung zu Apple und stellt keine offizielle Information oder Werbung des Unternehmens dar.