Android oder iOS – welches Betriebssystem passt zu mir?
Bei jedem Smartphone-Kauf lautet eine der ersten Fragen: iOS oder Android? Für welches Betriebssystem du dich entscheiden solltest, hängt im Wesentlichen von deinen Vorlieben ab – und nicht zuletzt von deinem Budget. Wir fassen die wichtigsten Unterschiede zusammen: Technik, Sicherheit und Preise.
Offenes vs. geschlossenes System
Alle Smartphones von Apple sind mit dem iPhone Operating System (kurz: iOS) ausgestattet. Das Betriebssystem ist "geschlossen", läuft also ausschließlich auf iPhones. Das schränkt zwar die Flexibilität ein, sorgt aber für eine optimale Abstimmung von Hard- und Software.
Das Betriebssystem Android von Google ist hingegen offen und läuft auf Endgeräten verschiedener Hersteller. Diese statten Android teils mit einer eigenen Benutzeroberfläche und zusätzlichen Funktionen aus.
Häufigkeit der Updates
Updates sind wichtig, weil sie zum einen sicherstellen, dass du neue Funktionen des Betriebssystems nutzen kannst. Zum anderen schützt du dein Smartphone vor Sicherheitslücken und Viren. Apple versorgt iPhones in der Regel über einen Zeitraum von fünf Jahren mit iOS-Updates. Anschließend folgen über längere Zeit sogenannte Sicherheits-Patches, die wie eine Art kleines Update wirken: Sie schließen Sicherheitslücken oder rüsten das Gerät mit einzelnen Funktionen nach.
Das Update-Intervall von Android variiert je nach Hersteller. Google und Samsung versprechen beispielsweise für ausgewählte Geräte Updates über einen Zeitraum von bis zu sieben Jahren, Sony und Motorola lediglich für drei Jahre.
Sicherheit vs. Flexibilität
iOS gilt im Vergleich zu Android als sicherer. Denn Apps von Drittanbietern laufen in einer abgeschotteten Umgebung innerhalb von iOS, einer sogenannten Sandbox. Auf diese Weise wird ein direkter Zugriff auf das Betriebssystem verhindert.
Android hingegen ist offener und flexibler. Apps im Google Play Store werden weniger stark kontrolliert. So können Nutzende Spiele und Applikationen aus anderen Quellen herunterladen. Diese Flexibilität erhöht die Gefahr von Sicherheitslücken. Google hat die Sicherheitsmechanismen in den vergangenen Jahren jedoch stetig verbessert.
Bedienung und Personalisierung
Die Oberflächen von iPhones sehen auf nahezu allen Modellen gleich aus. Viele iPhone-Nutzende attestieren iPhones eine intuitive, benutzerfreundliche Bedienung. Der Nachteil: Sie lassen sich nur in geringem Maße personalisieren. Ein Android-Smartphone ermöglicht es Nutzer:innen, die Oberfläche an eigene Bedürfnisse und Vorlieben anzupassen. Darum unterscheidet sich aber die Bedienung von Hersteller zu Hersteller – wer den Hersteller wechselt, muss sich jedes Mal an eine andere Steuerung und ein anderes Design gewöhnen. Dafür bietet das System mehr Möglichkeiten zur Personalisierung.
Apps: Auswahl vs. Sicherheit
Der App Store von Apple ist bekannt für sein langwieriges und strenges Zulassungsverfahren, das hohe Qualitätsstandards der Apps sichert. Der Google Play Store bietet eine größere Vielfalt an Apps – einschließlich vieler kostenloser Optionen. Qualität und Sicherheit sind jedoch uneinheitlich. Bei der Anzahl der verfügbaren Apps liegen beide Betriebssysteme nahezu gleichauf. Während im App Store von Apple rund 1,91 Millionen Apps erhältlich sind, umfasst der Google Play Store etwa 2,04 Millionen Anwendungen.1
Wie unterscheiden sich Android und iOS preislich?
iOS ist lediglich auf hochwertigen Apple-Geräten verfügbar, die im Vergleich zu Android-Modellen oft teurer sind. Android-Smartphones hingegen gibt es in jeder Preisklasse: vom Einsteiger-Gerät für 150 Euro bis hin zum leistungsstarken Flaggschiff für mehr als 1.000 Euro.
iOS vs. Android: Die Vor- und Nachteile in der Kurzübersicht
Vorteile von iOS | Nachteile von iOS |
---|---|
✓ Hard- und Software aus einer Hand | ✓ nur auf Apple-Geräten verfügbar |
✓ streng geprüfte Apps | ✓ wenig Innovation von Drittanbietern |
✓ jahrelange Updates | ✓ erschwerte Verbindung mit Geräten anderer Marken |
Vorteile von Android | Nachteile von Android |
---|---|
✓ offene Architektur | ✓ größere Gefahr durch Sicherheitslücken |
✓ mehr Flexibilität, mehr Geräteauswahl | ✓ teils unterschiedliche Oberfläche |
✓ personalisierbare Oberfläche | ✓ uneinheitliche Updates |
✓ große App-Vielfalt | ✓ weniger strenge App-Kontrolle |