Roaming: Kosten vermeiden beim Telefonieren im Ausland
Letzte Aktualisierung:
20.07.2026
3 Minuten
Seit 2017 kostet Surfen und Telefonieren innerhalb der EU bis auf wenige Ausnahmen das Gleiche wie im Inland. Für Reisen außerhalb Europas gelten jedoch andere Regeln. Hier erhältst du einen Überblick, wie du teure Überraschungen vermeiden kannst.
Roaming bedeutet, dass sich dein Smartphone im Ausland automatisch mit einem fremden Mobilfunknetz verbindet, sobald dein eigenes Netz nicht mehr verfügbar ist. So kannst du auch im Ausland problemlos weiter telefonieren und surfen. Den Komfort des Roamings gibt es schon seit den 1990er-Jahren. Allerdings konnte die Nutzung des eigenen Handys im Ausland noch richtig teuer werden: Telefonate kosteten umgerechnet mehrere Euro pro Minute. Datenroaming war entweder nicht verfügbar oder enorm teuer.
Heute ist das anders. Seit 2017 gilt dank der EU-Roaming-Verordnung innerhalb der EU und in den Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums – Island, Norwegen und Liechtenstein – die Regel „Roam like at Home“. Das bedeutet: Grundsätzlich gelten die gleichen Tarife wie zu Hause. Unter besonderen Bedingungen und bei einigen Tarifen dürfen die Anbieter jedoch nach den sogenannte Fair-use-Regeln Zuschläge verlangen – beispielsweise bei dauerhafter Nutzung im Ausland oder bei einem sehr hohen oder unbegrenzten Datenvolumen.
Ganz bedenkenlos solltest du dein Smartphone aber auch in der EU nicht überall im Roaming-Modus lassen. Beispielsweise dann, wenn du mit dem Schiff oder mit dem Flugzeug reist. Denn auf solchen Wegen wird Mobilfunk in der Regel über Satellitennetze bereitgestellt, da keine regulären Mobilfunknetze verfügbar sind. Und deren Nutzung kann teuer werden.
Übrigens: Bei den meisten Handys ist Roaming standardmäßig aktiviert. Falls das bei dir nicht der Fall ist, musst du die Funktion in deinen Mobilfunk- oder Netzwerkeinstellungen einschalten.
Teuer ist in der Regel auch das Roaming im Nicht-EU-Ausland. Schon geringe Datenmengen können hier mehrere Euro kosten. Ähnlich sieht es bei Anrufen und SMS aus. In der Schweiz können die Kosten für Datenroaming beispielsweise bei bis zu einem Euro pro Megabyte liegen. Die Kosten pro telefonierter Minute liegen oft sogar noch darüber. Gezahlt wird je nach Land nicht nur für ausgehende, sondern auch für eingehende Anrufe.
Tipp: Nutze Messenger-Apps wie zum Beispiel WhatsApp, sobald WLAN verfügbar ist. Achte dabei aber darauf, dass das WLAN stabil ist und schalte die Funktion „mobile Daten“ aus. Viele Smartphones schalten nämlich automatisch auf die Nutzung mobiler Daten um, sobald die WLAN-Verbindung zu schwach ist.Wenn du dich nicht darauf verlassen möchtest, am Zielort außerhalb der EU ausreichend WLAN-Zugänge zu haben, empfiehlt es sich, vor Ort eine lokale Prepaid-Karte zu kaufen. Über eine digitale eSIM, die seit 2018 in vielen Smartphones, Tablets und Smartwatches verbaut wird, kannst du auch einen Auslandstarif freischalten.
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