Letzte Aktualisierung:
22.06.2026
4 Minuten
Vor der Installation einer Wallbox für dein E-Auto musst du sicherstellen, dass die elektrische Infrastruktur des Gebäudes geeignet ist.
Tipp: Mit einer intelligenten Wallbox kannst du den Ladevorgang mobil überwachen und steuern. Dafür musst du jedoch sicherstellen, dass eine Internetverbindung bis zur Wallbox reicht, beispielsweise über WLAN. Einige Anbieter übernehmen das als Service im Zuge der Installation.
Wohnungseigentümer:innen oder Mieter:innen, die eine Wallbox installieren wollen, benötigen die Zustimmung der Eigentümerversammlung beziehungsweise des Vermieters oder der Vermieterin. Diese Zustimmung darf aber nur in begründeten Ausnahmefällen verweigert werden. Etwa, wenn die baulichen Maßnahmen unzumutbar sind, andere Eigentümer:innen benachteiligen oder die Wohnanlage erheblich verändern würden – das kann zum Beispiel bei denkmalgeschützten Gebäuden der Fall sein.
Zusätzlich musst du die Wallbox vor der Installation beim zuständigen Netzbetreiber anmelden. Ab einer Leistung von mehr als 11 kW musst du sie zudem genehmigen lassen.
Beim Hantieren mit einem Drehstrom- oder Starkstromanschluss besteht Lebensgefahr. Zudem können handwerkliche Fehler zu Bränden oder schweren elektrischen Schäden führen. In Deutschland darfst du eine Wallbox deshalb nicht selbst ans Stromnetz anschließen. Tust du es dennoch, zahlt die Versicherung im Schadensfall häufig nicht.
Nur Fachbetriebe oder Elektrofachkräfte, die im sogenannten Installateurverzeichnis des Netzbetreibers aufgeführt sind, dürfen Wallboxen ans Stromnetz anschließen. Eine Fachkraft ohne diese Eintragung darf zwar vorbereitende Arbeiten übernehmen, aber nicht den finalen Anschluss der Wallbox.
Zu den reinen Anschaffungskosten für die Wallbox kommen Investitionen für Installation, Abnahme und bei Wallboxen über 11 kW gegebenenfalls für die Genehmigung hinzu. Wie hoch die Gesamtkosten ausfallen, hängt stark von den konkreten Bedingungen am Installationsort ab. In Mehrfamilienhäusern ist die Installation beispielsweise in der Regel aufwändiger als in Einfamilienhäusern, weil meist ein Lastmanagement oder Unterverteilungen notwendig sind. Auch die Wahl des Fachbetriebs spielt bei den Kosten eine Rolle.
Im Durchschnitt kannst du mit folgenden Kosten rechnen:
In vielen Fällen bleiben die Kosten unter 1.500 Euro – vor allem dann, wenn bereits ein Starkstromanschluss vorhanden ist und die Wallbox in unmittelbarer Nähe zum Sicherungskasten installiert wird. Teurer wird es, wenn zusätzliche Arbeiten erforderlich sind, etwa für einen Starkstromanschluss, die Modernisierung der Elektroinstallation, eine Erweiterung des Hausanschlusses oder aufwändige Kabelverlegungen im Erdreich.
Die Installation einer Wallbox erfolgt in mehreren Schritten: