Alle Infos zur Lage auf dem Gasmarkt

Was Sie jetzt wissen müssen


Fragen und Antworten zur Alarmstufe Notfallplan Gas

Aktuelle Entwicklungen zur Gas- und Wärmeversorgung

Das Jahr 2022 war geprägt von nie dagewesenen Entwicklungen auf dem Energiemarkt – verbunden mit vielen Unsicherheiten und Fragen. Uns ist es wichtig, Ihnen die passenden Antworten zu liefern. Daher stellen wir Ihnen auf dieser Seite fortlaufend die wichtigsten Informationen zur Verfügung.

Aktuelle Informationen

Abschlagszahlung im Dezember

Wichtige Info für alle Gas- und Wärmekunden: Im Dezember ist von Ihnen kein Abschlag für Gas und Wärme zu zahlen. Der Bund wird im Rahmen einer Winterhilfe einmalig eine Zahlung für Sie direkt an EWE leisten.

  • Sie haben uns ein SEPA-Mandat erteilt? Gut, dann müssen Sie nichts tun. Wir buchen im Dezember für Gas und Wärme keinen Abschlag von Ihrem Konto ab.
  • Sie zahlen per Überweisung oder Dauerauftrag? Dann setzen Sie Ihre Abschlagszahlung für Gas und Wärme im Dezember bitte einmalig aus.

Bitte beachten Sie, dass der Abschlag für Strom im Dezember weiterhin zu zahlen ist. Weitere Informationen zur Winterhilfe haben wir auf dieser Seite für Sie zusammengefasst.


Der Einzug des Stromabschlags verschiebt sich durch die Umsetzung der Winterhilfe ein wenig. Sie können damit voraussichtlich Mitte des Monats rechnen.


Verzögerung bei der Gasabrechnung

Aufgrund der Umsetzung der Winterhilfe verzögert sich derzeit die Abrechnung von Gasverträgen. Sofern Sie also auf die Erstellung Ihrer Rechnung warten, müssen wir Sie noch um etwas Geduld bitten. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.


Information zu Preisbremsen

Die ersten Gesetzesentwürfe für die Strompreisbremse und den Gaspreisdeckel liegen EWE vor – aktuell wird deren Umsetzung geprüft. Wir informieren Sie auf dieser Seite fortlaufend über alle Entwicklungen.

So kam es zur aktuellen Situation

Nachdem im Juni 2022 in Deutschland die zweite Stufe des Notfallplans Gas ausgerufen wurde, ist das Thema Versorgungssicherheit stärker in den Fokus gerückt. Die Gasspeicher mussten schnell gefüllt werden, damit wir gut auf den Winter vorbereitet sind. Um angeschlagene Gasimporteure zu unterstützen, wurden zunächst neue Umlagen eingeführt und teilweise wieder zurückgenommen. Gleichzeitig sind die Beschaffungspreise immer weiter gestiegen, was direkten Einfluss auf die Preise hatte. Die Rufe nach Entlastungen für Verbraucher, Gewerbe und Industrie wurden zuletzt immer lauter. Die Politik hat reagiert und zum Beispiel die Mehrwertsteuer für Gas und Wärme befristet gesenkt. Zudem sollen Gaspreisdeckel und Strompreisbremse kommen, damit ein Grundverbrauch für alle Kunden bezahlbar bleibt. Und auch das Thema Energiesparen ist im Zuge der Gaskrise wichtiger denn je.

Die Versorgung ist gesichert

  • Trotz der Turbulenzen auf dem Energiemarkt in der vergangenen Zeit gilt nach wie vor: Die Versorgung mit Gas ist weiter gewährleistet.

  • Die Dynamik auf dem Energiemarkt ist auch für uns als EWE herausfordernd. Gerade aus diesem Grund ist es schwierig, zum aktuellen Zeitpunkt verlässliche Aussagen zur weiteren Entwicklung zu treffen. Wir setzen alles daran, Ihnen weiterhin ein zuverlässiger Partner zu sein und Sie in dieser Zeit zu unterstützen. Wir versichern Ihnen, Sie jederzeit über Veränderungen zu informieren.

"Winterhilfe": Download information in your language here:

Hier finden Sie die Informationen auf englisch. Hier finden Sie die Informationen auf türkisch. Hier finden Sie die Informationen auf russisch. HIer finden Sie die Informationen in polnisch zum Download. HIer finden Sie die Informationen in portugiesisch zum Download. HIer finden Sie die Informationen in deutsch zum Download.  

Mehrwertsteuer auf Gas und Wärme gesenkt

Die Bundesregierung hat die Absenkung der Mehrwertsteuer für Gas und Wärme auf 7 % beschlossen, um die Verbraucher zu entlasten. Diese Entlastung geben wir selbstverständlich an unsere Kunden weiter. EWE wird hierbei den Verbrauch zum Stichtag 1. Oktober 2022 in den Rechnungen abgrenzen, d. h. bis 30. September 2022 gilt für Gas der bisherige Mehrwertsteuersatz von 19 % und ab 1. Oktober 2022 dementsprechend der ermäßigte Satz von 7 %. Sie müssen selber nicht aktiv werden, um von der Mehrwertsteuersenkung zu profitieren.

Sie haben weitere Fragen zur Mehrwertsteuersenkung? Weiter unten auf dieser Seite haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten dazu für Sie zusammengefasst.

Gasbeschaffungsumlage fällt weg, Gasspeicherumlage bleibt

Die Bundesregierung hat kurz vor der geplanten Erhebung der Gasbeschaffungsumlage entschieden, diese wieder zurückzunehmen. Somit wird natürlich auch EWE den Anteil der Gasbeschaffungsumlage an der zum 1. November 2022 verkündeten Gaspreiserhöhung nicht mehr erheben.

Es wurde in den Medien zwar oft von einem "Wegfall der Gasumlage" gesprochen, allerdings ist die Gasspeicherumlage davon explizit nicht betroffen. Hier hält die Bundesregierung an der Einführung fest, so dass EWE diesen Kostenbestandteil erheben muss.

Weitere Infos zu den einzelnen Umlagen finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Fragen und Antworten zur Alarmstufe Notfallplan Gas

Gemeinsames Energiesparen ist das Gebot der Stunde

Jetzt Abschlag anpassen

Die Gasspeicher sind aktuell gut gefüllt. Mit Beginn der Heizperiode wird sich das aber ändern, da jetzt natürlich wieder mehr Gas verbraucht wird. Es ist daher umso wichtiger, dass Politik, Wirtschaft und private Haushalte auch weiterhin gemeinsame Anstrengungen unternehmen, um gut durch den Winter zu kommen. Das wichtigste Instrument ist dabei immer noch der sparsame Umgang mit Gas. So kann zum Beispiel eine Absenkung der Raumtemperatur um ein 1° Celsius bis zu sechs Prozent Gasverbrauch einsparen.

Wichtig: Unabhängig vom Energiesparen sollten EWE-Kunden unbedingt Ihre Energie-Abschläge überprüfen und erhöhen, um hohe Nachzahlungen zu vermeiden. Das können Sie unkompliziert erledigen, indem Sie auf das gelbe Kästchen mit dem Textsymbol unten rechts auf dieser Seite klicken und "Abschlag" ins Chat-Fenster schreiben. Hier finden Sie weitere Informationen zur Abschlagserhöhung.

So sparen Sie Energie

Die beste Energie ist die, die gar nicht erst verbraucht wird – sowohl aus Umwelt- als auch aus finanziellen Gründen. Erfahren Sie in drei Videos der EWE-Smartgeber, wie Sie bei sich zuhause die Effizienz erhöhen und Energie sparen.


Weitere Fragen und Antworten zu Ihrer Gasversorgung

Fragen zur Winterhilfe im Dezember
Warum muss ich für Gas oder Wärme im Dezember meinen Abschlag nicht bezahlen?
Die Bundesregierung hat eine Winterhilfe für Gas- und Wärmekunden beschlossen. Das Gesetz regelt, dass die Kunden bei den Kosten für Gas und Wärme im Monat Dezember 2022 einmalig entlastet werden. Konkret: im Dezember muss für Gas und Wärme keine Abschlagszahlung vom Kunden bezahlt werden. Stattdessen leistet der Bund eine Zahlung direkt an die Versorger.
Wie setzt EWE die Winterhilfe im Dezember für mich um?

Für Gas- und Wärmekunden bedeutet die Winterhilfe, dass im Dezember 2022 kein Abschlag an EWE zu zahlen ist.

  • Sofern Sie uns ein SEPA-Mandat erteilt haben, müssen Sie nichts tun. Bitte beachten Sie, dass für Gas und Wärme im Dezember keine Abbuchung des Abschlags von Ihrem Konto erfolgt.
  • Sie zahlen per Überweisung oder Dauerauftrag? Dann setzen Sie Ihre Abschlagszahlung für Gas und Wärme im Dezember bitte einmalig aus.
Wer zahlt im Dezember meinen Verbrauch für Gas und Wärme?

Der Bund leistet für alle Gas- und Wärmekunden im Dezember aus Bundesmitteln einmalig die Zahlung direkt an die Versorger.


Der Betrag der Winterhilfe wird dabei auf Basis einer im Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz (EWSG) festgelegten Formel berechnet.

Bekomme ich den Betrag aus der Winterhilfe ausgezahlt?
Nein. Es erfolgt keine Auszahlung des Winterhilfebetrages an die Kunden. Der Bund leistet die Zahlung direkt an die Versorger, um damit den Zahlungsanspruch aus Dezember abzugelten. Aufgrund dessen müssen Sie im Dezember keinen Abschlag bezahlen.
Wie wird der tatsächliche Entlastungsbetrag aus der Winterhilfe für Gaskunden berechnet?

Die Höhe des Entlastungsbetrags für Gaskunden errechnet sich aus 1/12 des im September für Sie prognostizierten Jahresverbrauchs, Ihrem Bruttoarbeitspreis und 1/12 des Bruttogrundpreises, die am 1. Dezember 2022 gültig sind.


Anhand einer Beispielrechnung zeigen wir Ihnen, was das genau bedeutet:

  • Sie haben einen monatlichen Gasabschlag von 220,00 Euro
  • Bei Ihnen wurde im September ein Jahresverbrauch von 18.000 kWh prognostiziert. 1/12 davon entsprechen 1.500 kWh
  • Der Bruttoarbeitspreis in Ihrem Produkt Erdgas comfort (Grundversorgung) beträgt 13,55 ct/kWh
  • Der jährliche Bruttogrundpreis in Ihrem Produkt Erdgas comfort (Grundversorgung) beträgt 180,04 Euro

Die Höhe der Winterhilfe im Dezember berechnet sich dann wie folgt:


    180,04 Euro / 12 Monate
  15,00 Euro
+ 13,55 ct./kWh * 1.500 kWh    
203,25 Euro
= Winterhilfe Dezember
218,25 Euro

Die Differenz zwischen dem eigentlichen Abschlagsbetrag und der Winterhilfe beträgt in diesem Fall 1,75 Euro.

Was ist der im September prognostizierte Jahresverbrauch?

Für die Ermittlung der Winterhilfe wird die sogenannte „Verbrauchsprognose“ genommen. Gemäß Gesetz handelt es sich hierbei um den Wert, der vom Versorger im Monat September 2022 veranschlagt wurde. Konkret bedeutet das:


Haben Sie in den letzten 12 Monaten eine Jahresrechnung erhalten?

Dann dient diese Rechnung als Grundlage für die Ermittlung Ihrer individuellen Verbrauchsprognose. Damit errechnen wir die Höhe Ihrer Winterhilfe. In der Rechnung wird der Wert als "errechnete Tagesmenge für 365 Tage" ausgewiesen.

Screensho Gasrechnung Jahresmenge


Sie sind noch keine 12 Monate bei EWE in Belieferung?

Dann wird die Jahresverbrauchsprognose, die uns immer bei Vertragsbeginn vom Netzbetreiber übermittelt wird, herangezogen. Auch diese basiert in der Regel auf vergangenen Ablesungen und Abrechnungen. Somit handelt es sich auch hierbei um einen Wert, der für Ihren Verbrauch repräsentativ ist.


Wichtiger Hinweis:

Der im September 2022 prognostizierte Jahresverbrauch für Gas kann sich von dem exakten Jahresverbrauch in Ihrer letzten Rechnung unterscheiden.

Wie wird der tatsächliche Entlastungsbetrag aus der Winterhilfe für Wärmekunden berechnet?

Für die Höhe des Entlastungsbetrags für Wärmekunden wird der Abschlag aus September 2022 zzgl. eines pauschalen Aufschlags von 20 % als Grundlage genommen. Der zugrundeliegende Abschlag beinhaltet dabei sowohl den verbrauchsabhängigen Arbeitspreis als auch den Grundpreis. Anhand einer Beispielrechnung zeigen wir Ihnen, was das genau bedeutet:

  • Sie haben einen monatlichen Wärmeabschlag von 250,00 Euro
  • Auf diesen Wert werden pauschal 20 % aufgeschlagen

Die Höhe der Winterhilfe im Dezember berechnet sich dann wie folgt:


Wärmeabschlag September 2022    
250,00 Euro
+ 20 %
50,00 Euro
= Winterhilfe Dezember
300,00 Euro

Wieso wird die Winterhilfe bei Gas und Wärme unterschiedlich berechnet?

Beide Berechnungsformeln wurden vom Gesetzgeber im Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz (EWSG) vorgegeben und müssen von EWE so umgesetzt werden.


Für Wärme erfolgt aufgrund anderer Vertragsstrukturen als bei leitungsgebundenem Gas die Entlastung für den Dezember durch eine pauschale Zahlung, die sich an der Höhe des im September gezahlten Abschlags bemisst. Dieser wird pauschal um 20 % erhöht, um mögliche Preissteigerungen zwischen September und Dezember abzubilden.

Welche Daten werden bei Wärme für die Winterhilfe weitergegeben?

Der Bund fordert für die Abwicklung der Winterhilfe für Wärmekunden folgende Daten an:

  • die Liefermenge des Jahres 2021,
  • die E-Mailadresse und Telefonnummer (sofern vorhanden) sowie
  • die Postanschrift des Kunden.

EWE ist zur Weitergabe verpflichtet. Der Bund benötigt diese Daten, um eine Stichprobe zur Verifizierung durchzuführen.

Ich habe erst kürzlich meinen Abschlag erhöht – wird das bei der Winterhilfe berücksichtigt?
Nein. Der Betrag der Winterhilfe basiert für Gas und Wärme auf vom Gesetzgeber vorgegebenen Formeln mit denen die Höhe individuell errechnet wird.
Kann ich meinen Abschlag trotzdem bezahlen, um eine hohe Nachzahlung zu vermeiden?
Ja, Sie können dennoch Ihren Abschlag bezahlen. Dieser wird Ihrem Vertragskonto entsprechend gut geschrieben und mit der nächsten Rechnung verrechnet.
Ich habe meinen Abschlag im Dezember versehentlich doch überwiesen. Was passiert nun damit?
Keine Sorge, Ihre Zahlung ist nicht verloren, sondern wird Ihrem Vertragskonto gutgeschrieben. In der nächsten Rechnung wird der Betrag entsprechend berücksichtigt. Sofern Sie den Betrag gerne zurückerhalten möchten, setzen Sie sich bitte telefonisch oder über unser Kontaktformular mit uns in Verbindung.
Fragen zur Mehrwertsteuersenkung
Die Mehrwertsteuer für Gas und Wärme wurde gesenkt. Wie geht EWE damit um?

Die Bundesregierung hat entschieden, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2022 bis zum 31. März 2024 die Mehrwertsteuer für Gas und Wärme von 19 % auf 7 % zu senken. EWE wird diese Entlastung vollständig an die Kunden weitergeben.


Wir werden hierbei den Verbrauch zum Stichtag 1. Oktober 2022 in den Rechnungen abgrenzen, d. h. bis 30. September 2022 gilt für Gas und Wärme der bisherige Mehrwertsteuersatz von 19 % und ab 1. Oktober 2022 dementsprechend der ermäßigte Satz von 7 %. Das gleiche Vorgehen gab es auch schon bei der letzten Mehrwertsteuersenkung im Rahmen der Corona-Pandemie im Jahr 2020.

Ich habe meine Rechnung erhalten? Wurde die Mehrwertsteuersenkung dort bereits berücksichtigt?

Sie haben Ihren Zählerstand vor dem 1. Oktober 2022 abgelesen oder Ihre Rechnung beinhaltet nur Verbräuche bis einschließlich 30. September 2022? Dann gilt für die gesamte Rechnung noch der Mehrwertsteuersatz von 19 %. Erst wenn der gesamte oder auch nur Teile des Verbrauchszeitraumes nach dem 1. Oktober 2022 angefallen sind, werden hierfür dann anteilig 7 % Mehrwertsteuer berechnet.

Welche meiner Verträge bei EWE sind von der Mehrwertsteuersenkung betroffen?

Die befristete Mehrwertsteuersenkung gilt nur für Gas und Wärme in dem Zeitraum 1. Oktober 2022 bis 31. März 2024. Für Strom greift auch weiterhin 19 % Mehrwertsteuer.

Was muss ich tun, um von der niedrigeren Mehrwertsteuer zu profitieren?

Sie müssen hierfür nichts tun. Alle Kunden profitieren automatisch von der Senkung der Mehrwertsteuer.

Wird die Senkung der Mehrwertsteuer auch bei Verträgen mit einer Preisgarantie berücksichtigt?

Selbstverständlich profitieren auch Kunden, die ein Produkt mit einer Preisgarantie abgeschlossen haben (z. B. Zuhause+) in gleichem Maße von der Senkung der Mehrwertsteuer. Die Senkung gilt ausnahmslos für alle Gas- und Wärmekunden, unabhängig vom abgeschlossenen Produkt.

Muss ich aufgrund der Mehrwertsteuersenkung meinen Zählerstand mitteilen?

Nein, Sie müssen Ihren Zähler nicht zwingend ablesen. Wir berücksichtigen den jeweils gültigen Mehrwertsteuersatz, indem wir den Zählerstand zum 1. Oktober 2022 rechnerisch ermitteln und so die Verbräuche nach 19 % oder 7 % abgrenzen. Sie möchten uns Ihren abgelesenen Zählerstand mitteilen?


Kein Problem. Nutzen Sie dafür gerne die folgenden Möglichkeiten:

  • Per Chat-Button: Einfach auf das gelbe Kästchen unten rechts auf dieser Seite klicken und "Abschlag" ins Chatfenster schreiben
  • Online-Servicebereich „Mein EWE“
  • Telefonisch unter 0441 8000-1231
  • Per Kontaktformular
Fragen zu den neuen Gasumlagen
Welchen Zweck hatte die Gasbeschaffungsumlage?

Mit der Gasbeschaffungsumlage sollte ursprünglich ein Ausgleich der höheren Gasbeschaffungskosten für Energieversorger ermöglicht werden. Sie sollte zum 1. Oktober 2022 für alle Gasverbraucher in gleicher Höhe eingeführt werden. EWE hat die betroffenen Kunden Mitte September 2022 darüber informiert, dass die Gasbeschaffungsumlage zum 1. November 2022 inklusive eines Aufholeffekts für den Monat Oktober erhoben wird.

 

Ende September 2022 hat die Bundesregierung entschieden, die Gasbeschaffungsumlage noch vor der geplanten Einführung zurückzunehmen.

Wie geht EWE mit der Rücknahme der Gasbeschaffungsumlage um?

Mit der Entscheidung der Bundesregierung, die Gasbeschaffungsumlage nicht mehr zu erheben, wird auch EWE deren Anteil an der zum 1. November 2022 verkündeten Preiserhöhung zurücknehmen. Konkret sinkt der Preis bei den betroffenen Kunden um insgesamt 3,152 ct./kWh (inkl. 19 % Mehrwertsteuer).


Wichtig zu wissen: In den Medien wurde zuletzt immer von einem Wegfall der "Gasumlage" gesprochen. Dies betrifft explizit nur die Gasbeschaffungsumlage. Die Gasspeicherumlage bleibt weiterhin bestehen und wurde vom Gesetzgeber nicht zurückgenommen. Dieser Anteil in Höhe von 0,070 ct./kWh (inkl. 7 % Mehrwertsteuer) bleibt bestehen und wird unverändert ab dem 1. November 2022 erhoben.

Was ist die Gasspeicherumlage?

Die Gasspeicherumlage hat ihren rechtlichen Ursprung in §35e EnWG und dient zur Deckung der Kosten, die dem marktgebietsverantwortlichen Trading Hub Europe (THE) durch die Erfüllung seiner Aufgaben im Zusammenhang mit der Sicherung der Füllstandsvorgaben für Gasspeicheranlagen entstehen.


Sie gilt für alle Gas- und Wärmekunden und wurde von der Bundesregierung zum 1. Oktober 2022 eingeführt. Neben Kunden in der Grundversorgung (EWE Gas comfort) können auch Kunden mit Preisgarantieprodukten (z. B. EWE Zuhause+ Gas) betroffen sein. Alle betroffene Kunden werden schriftlich informiert.


Wichtig zu wissen: In den Medien wurde zuletzt immer von einem Wegfall der Gasumlage gesprochen. Dies betrifft explizit nur die Gasbeschaffungsumlage. Die Gasspeicherumlage bleibt weiterhin bestehen und wurde vom Gesetzgeber nicht zurückgenommen.

Wird mein Preis jetzt angepasst und werde ich schriftlich informiert?

Wir berücksichtigen den Wegfall der Gasbeschaffungsumlage sowie die Senkung der Mehrwertsteuer bei Ihrem Preis. Die Gasspeicherumlage bleibt als Bestandteil Ihres Preises bestehen. Eine schriftliche Mitteilung erfolgt nicht.

In den Medien wurde doch berichtet, dass die Gasumlage wegfällt. Wieso soll ich die Gasspeicherumlage jetzt dennoch zahlen?

Die Bundesregierung wollte zum 1. Oktober 2022 mit der Gasbeschaffungsumlage sowie der Gasspeicherumlage ursprünglich zwei neue Gasumlagen einführen.


Während die Gasbeschaffungsumlage Ende September vom Gesetzgeber wieder zurückgenommen wurde, hat die – deutlich geringere – Gasspeicherumlage weiterhin Bestand.

Wie geht EWE mit der Gasspeicherumlage um?

EWE hat sich dazu entschieden, die Gasspeicherumlage zum 1. November 2022 an die Gaskunden weiterzugeben. Alle betroffenen Kunden wurden bereits Mitte September 2022 schriftlich informiert.


Kunden mit einem Wärmeliefervertrag werden im November 2022 schriftlich über die Weitergabe der Gasspeicherumlage informiert.


Ein Verzicht auf die Weitergabe der Gasspeicherumlage würde für EWE eine hohe finanzielle Belastung bedeuten, da wir trotzdem gegenüber der Trading Hub Europe (THE) zahlungspflichtig wären. Wir sind daher gezwungen, unseren Kunden diese Umlage verbrauchsanteilig zu berechnen, um daraus die Zahlungen an THE zu leisten. Die Gasspeicherumlage ist für EWE (wie z. B. auch die Mehrwertsteuer) ein durchlaufender Posten, das heißt alle Einnahmen werden vollständig weitergegeben.

Warum steigt der Preis für Gaskunden erst zum 1. November 2022, obwohl die Umlagen ab dem 1. Oktober 2022 gelten?

Der Anteil für den Monat Oktober beträgt 0,007 ct./kWh (inkl. 7 % Mehrwertsteuer) für die Gasspeicherumlage.


+ Gasspeicherumlage 0,063 ct./kWh (inkl. 7 % Mehrwertsteuer)
+ Oktober-Anteil der Gasspeicherumlage 0,007 ct./kWh (inkl. 7 % Mehrwertsteuer)
= Preiserhöhung zum 1. November 2022     
0,070 ct./kWh (inkl. 7 % Mehrwertsteuer)

Unter Berücksichtigung der von der THE kommunizierten Umlage sowie des Anteils für den Monat Oktober 2022 ergibt sich zum 1. November 2022 also eine Preiserhöhung von 0,070 ct./kWh.

Wie lange wird EWE den Aufholeffekt der Gasspeicherumlage für Oktober erheben?
EWE hat den Oktober-Anteil der Gasspeicherumlage für Gaskunden auf die Monate November 2022 bis einschließlich März 2023 verteilt. Diese Entscheidung wurde getroffen, um die finanzielle Belastung für die Kunden auf mehrere Monate zu strecken. Denn auch für den Monat Oktober müssen wir die Gasspeicherumlage bereits an die Trading Hub Europe (THE) abführen.
Wie hat EWE den Anteil für Oktober, der auf die Monate November 2022 bis März 2023 entfällt, berechnet?

Basis für die Ermittlung des Oktober-Anteils an der Gasspeicherumlage ist der angenommene Gesamtverbrauch unserer Kunden in den Monaten Oktober 2022 bis März 2023 anhand der Heizkostenverteilung. Jahreszeitliche Verbrauchsunterschiede wurden bei der Berechnung des Oktober-Anteils berücksichtigt. Aus dieser Verbrauchsmenge wurde mit der von der THE genannten Umlage ein Gesamtaufwand in Euro ermittelt. Dieser Betrag ist dann rechnerisch gleichmäßig auf die Monate November 2022 bis März 2023 verteilt worden.


Die Gesamtbelastung für den Kunden wäre bei einer fristgerechten Erhebung bereits ab 1. Oktober 2022 nicht niedriger oder höher ausgefallen als bei der jetzt durchgeführten nachträglichen Verteilung des Oktober-Anteils auf die nächsten Monate, der Kunde zahlt den gleichen Betrag.

Auf welcher rechtlichen Grundlage basiert der Aufholeffekt für Oktober?

Die Bekanntgabe der Umlagehöhe durch die Bundesregierung ist so spät erfolgt, dass eine fristgerechte Weitergabe zum 1. Oktober 2022 vor allem für Unternehmen mit einer größeren Anzahl an betroffenen Kunden – wie zum Beispiel EWE – nicht mehr möglich war (gesetzlich sind Fristen von bis zu 6 Wochen vorgeschrieben). Alle deutschen Gasversorger, die an Endkunden liefern, sind aufgrund der Gasspeicherumlage ab Oktober in der Pflicht, monatliche Zahlungen an den Marktgebietsverantwortlichen Trading Hub Europe (THE) zu leisten. Mit diesen Zahlungen wird der Umlagetopf gefüllt.


EWE legt diese Kosten – wie allgemein marktüblich und bei einer Umlage vorgesehen – auf die Kunden um. Für Oktober erfolgt dies rückwirkend unter Berücksichtigung gesetzlicher (GasGVV und EnWG) und vertraglicher Bestimmungen (AGB) – ohne wirtschaftlichen Nachteil für unsere Kunden.

Wieso wird mein Preis trotz Preisgarantie erhöht?
EWE bietet bei vielen Produkten eine sogenannte Preisgarantie, die jedoch neue oder weitere Belastungen explizit nicht beinhaltet bzw. abdeckt. Da es sich bei der Gasspeicherumlage um eine neue staatlich veranlasste Mehrbelastung handelt, greift die Preisgarantie demnach nicht - und EWE ist berechtigt, diese Kosten auch während der laufenden Preisgarantiezeit an die Kunden weiterzugeben. Ebenso ist EWE verpflichtet, auch für die Kunden mit einer Preisgarantie Zahlungen in entsprechender Höhe an die THE zu leisten. Somit gibt EWE lediglich die ihr entstandenen Kosten weiter.
Fragen zum Abschlag
Mein Abschlag wurde automatisch erhöht und jetzt wieder gesenkt. Was muss ich jetzt bezahlen?

Bei unseren Kunden in der Grundversorgung (EWE Erdgas comfort) hatten wir die Abschlagsbeträge u. a. aufgrund der geplanten Gasbeschaffungsumlage zum 1. November 2022 automatisch erhöht. Mit der Rücknahme der Gasbeschaffungsumlage sowie der Mehrwertsteuersenkung entfällt auch ein Großteil der Grundlage für die Abschlagserhöhung. EWE hat sich daher entschieden die zuvor erhöhten Abschläge wieder zu senken. Alle betroffenen Kunden werden schriftlich über den zu zahlenden Abschlag informiert. Es gilt immer der zuletzt mitgeteilte Abschlagsbetrag.

Mein Abschlag hat sich nicht verändert. Wird die Mehrwertsteuersenkung nicht weitergegeben?
Aufgrund der Mehrwertsteuersenkung haben wir Ihren Abschlag nicht verändert. Unabhängig von der Höhe Ihres Abschlags gilt für Gas und Wärme seit dem 1. Oktober 2022 der verringerte Mehrwertsteuersatz von 7 %.
Sollte ich meinen Abschlag weiter erhöhen?

Grundsätzlich sollten Sie Ihren monatlichen Abschlag trotz der jetzt vorgenommenen Entlastungen auch weiterhin im Blick behalten und im Zweifelsfall lieber erhöhen. So lässt sich das Risiko einer hohen Nachzahlung verringern.


Zu viel bezahlte Beträge werden in der nächsten Rechnung erstattet.

Allgemeine Fragen
Ist die Versorgung von Gaskunden durch EWE gefährdet?
Trotz angespannter Lage ist die Gasversorgung von EWE-Kunden zum heutigen Zeitpunkt gesichert. Wir werden Sie rechtzeitig über Veränderungen informieren.
Wo kann ich mich weiter über die Speicherfüllstände informieren?
Die Bundesnetzagentur stellt auf ihrer Homepage regelmäßig einen aktualisierten Bericht zur Lage der Gasversorgung zur Verfügung.
Wie wird sich der Gaspreis angesichts der aktuellen Lage entwickeln? Muss ich mich auf weiter steigende Preise einstellen?
Die aktuelle Lage auf dem Energiemarkt verändert sich täglich, daher ist es aktuell schwierig, eine verlässliche Aussage darüber zu treffen. Derzeit ist jedoch von weiter steigenden Gaspreisen auszugehen. Wir werden Sie rechtzeitig über Veränderungen informieren.
Was kann ich tun, um eine hohe Nachzahlung zu verhindern?

Wir empfehlen Ihnen unbedingt eine Erhöhung Ihres monatlichen Abschlagsbetrages, um die finanzielle Belastung durch die gestiegenen Preise gleichmäßig auf die Monate bis zur nächsten Rechnung zu verteilen. So lässt sich eine hohe Nachzahlung gegebenenfalls vermeiden.

 

Sie möchten Ihren Abschlag ändern? Kein Problem. Nutzen Sie dafür gerne die folgenden Möglichkeiten:

  • Per Chat-Button: Einfach auf das gelbe Kästchen unten rechts auf dieser Seite klicken und "Abschlag" ins Chatfenster schreiben
  • Online-Servicebereich „Mein EWE“
  • Telefonisch unter 0441 8000-1231
  • Per Kontaktformular

Ansonsten ist Energiesparen das Gebot der Stunde. Auf dieser Seite finden Sie Tipps, um Verbrauch und Kosten effektiv zu senken.

Was ist der Notfallplan Gas?

Der Notfallplan Gas basiert auf einer europäischen Verordnung zur Gewährleistung der sicheren Gasversorgung und umfasst für Deutschland drei Eskalationsstufen:


  • Frühwarnstufe: In dieser Stufe tritt ein Krisenstab beim Bundeswirtschaftsministerium zusammen, der aus Behörden und den Energieversorgern besteht. Die Gasversorger und die Betreiber der Gasleitungen werden etwa verpflichtet, regelmäßig die Lage für die Bundesregierung einzuschätzen. Noch greift der Staat aber nicht ein. Vielmehr ergreifen Gashändler und -lieferanten, Fernleitungs- und Verteilnetzbetreiber marktbasierte Maßnahmen, um die Gasversorgung aufrechtzuerhalten. Dazu gehören beispielsweise die Nutzung von Flexibilitäten auf der Beschaffungsseite, der Rückgriff auf Gasspeicher, die Optimierung von Lastflüssen oder die Anforderung externer Regelenergie. Es erfolgt noch kein Eingriff des Staates.
  • Alarmstufe: Auch in der sogenannten Alarmstufe kümmern sich die Marktakteure noch in Eigenregie um eine Entspannung der Lage. Hier können die in Stufe 1 genannten Maßnahmen ebenfalls von den Marktakteuren ergriffen werden. Dazu gehören wiederum beispielsweise die Nutzung von Flexibilitäten auf der Beschaffungsseite, der Rückgriff auf Gasspeicher, die Optimierung von Lastflüssen oder die Anforderung externer Regelenergie.
  • Notfallstufe: Wenn die Maßnahmen der Frühwarn- oder der Alarmstufe nicht ausreichen oder eine dauerhafte Verschlechterung der Versorgungssituation eintritt, kann die Bundesregierung per Verordnung die Notfallstufe ausrufen. In diesem Fall liegt eine "außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas, eine erhebliche Störung der Gasversorgung oder eine andere erhebliche Verschlechterung der Versorgungslage" vor. Ab diesem Moment greift der Staat in den Markt ein. Konkret heißt das: Die Bundesnetzagentur wird zum "Bundeslastverteiler". Ihr obliegt dann in enger Abstimmung mit den Netzbetreibern die Verteilung von Gas. Dabei sind bestimmte Verbrauchergruppen gesetzlich besonders geschützt, d. h. diese sind möglichst bis zuletzt mit Gas zu versorgen. Zu diesen geschützten Verbrauchern gehören private Haushalte, soziale Einrichtungen wie etwa Krankenhäuser, und Gaskraftwerke, die zugleich auch der Wärmeversorgung von Haushalten dienen.