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"Ich hatte Pizarro"

Als Einlaufkinder bei einem Bundesligaspiel von Werder Bremen im Weser-Stadion dabei sein: Diesen Traum erfüllt EWE mehrmals pro Saison F-Jugend-Mannschaften aus dem ganzen Nordwesten. Die Gewinner-Teams erleben stets einen unvergesslichen Tag – wie zum Beispiel der SV Sigiltra Sögel bei der Partie gegen Hannover 96. 

Einlaufkinder bei Werder Bremen | EWE

Weser-Stadion, Einlauftunnel, wenige Minuten vor Anpfiff: Die F-Jugendlichen des SV Sigiltra Sögel hüpfen aufgeregt von einem Fuß auf den anderen, drehen sich alle paar Sekunden um. Noch kein Spieler zu sehen. Wieder hüpfen, wieder umdrehen. Da. Da kommen sie: Junuzovic! Wiedwald! Bartels! Vestergaard! Pizarro! Wie in Trance recken die Kinder ihre Hände in die Höhe, die Werder-Stars ergreifen sie. Und dann geht es hinein ins vollbesetzte Weser-Stadion ...

"Werder, Werder, Werder!"

14 Tage zuvor: Frank Loxen und Andreas Terborg, Trainer der Sögeler F-Jugend, erhalten eine Mail von EWE. „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen! Ihre Jungs sind als Einlaufkinder beim Spiel Werder gegen Hannover dabei.“ Als diese Nachricht das Team erreichte, war der Jubel groß. Wie wird das sein im Stadion? Ob die Spieler mit uns sprechen? An wessen Hand laufe ich wohl ein? „Für zwei Wochen gab es bei uns kein anderes Thema als nur Werder, Werder, Werder“, erzählt Loxen.

Endlich, am 5. März machte sich die Mannschaft per Bus auf von Sögel nach Bremen, wo sie von einem Werder-Mitarbeiter in Empfang genommen wurde. In den Katakomben des Stadion erhielten die Kicker noch kleine Instruktionen („Bitte so kurz vor dem Spiel nicht nach Autogrammen fragen.“), dann ging es in die Kabine zum Umziehen. „Das war alles bestens organisiert“, so Terborg. Kurz vor dem Anpfiff wurden die Jungs in den Tunnel geführt, sahen draußen die Fan-Massen sowie die Stadionsprecher Arnd Zeigler und Christian Stoll. 15.20 Uhr, hüpfen, umdrehen, warten. 15.23 Uhr, warten, umdrehen, hüpfen. 15.25 Uhr, 15.26 Uhr ...

Fanfare, Fans und FahnenEinlaufkinder bei Werder Bremen | EWE

Tja, und dann kamen sie. Erst Coach Viktor Skripnik und Co-Trainer Torsten Frings, dann die Elf der Grün-Weißen. Einar gesellte sich zu Torwart Felix Wiedwald, Henry fand sich an der Hand von Superstar Pizarro wieder. Ein Pfiff des Schiedsrichters – und es ging hinein ins brodelnde, mit 42.000 Zuschauern vollbesetzte Stadion. Fanfare, wehende Fahnen, jubelnde Fans. Hand in Hand ging es bis zum Mittelkreis. Zur Nordtribüne winken, zur Südtribüne winken, Schulterklopfer der Spieler – dann sausten die Jungs zurück in den Bauch des Stadions.

Und dort plapperten alle durcheinander. Henry: „Ich hatte Pizarro!“ Einar: „Wiedwald hat sogar mit mir gesprochen.“ Tom-Noah: „Ich bin für immer Werder-Fan“. Trainer Terborg lobte seine Jungs: „Ihr seid ja wirklich bombenschnell zurückgelaufen, klasse.“ Und Kirill, der als kleinster Sögeler Spieler mit Abwehrhüne Jannik Vestergaard (1,99 Meter) eingelaufen war, befand: „Vestergaard ist ja sooooo riesig!“

Platz nehmen - Tor bejubeln!

Einlaufkinder bei Werder Bremen | EWE

Während  sie sprachen, zogen sich die Jungs in Windeseile um, denn bei der Einlaufkinder-Verlosung hatte der Verein auch 24 Karten (11 für die F-Jugendlichen, 11 für Eltern, 2 für Betreuer) gewonnen. Exakt in der 14. Minute nahmen die Einlaufkinder ihre Plätze in der Westkurve ein – 240 Sekunden später schoss Fin Bartels das 1:0 für Werder. Und in der 26. Minute erhöhte Pizarro mit einem wunderbaren Linksschuss und seinem 100. Werder-Tor auf 2:0. 

Am Ende gewann Werder sogar mit  4:1, ein wichtiger Sieg im Abstiegskampf, der im Bus bei der Rückfahrt nach Sögel ausgiebig gefeiert wurde. „Vielen Dank an EWE, vielen Dank an Werder Bremen, vielen Dank an die Spieler!“, sagte Frank Loxen, ehe er gegen 20.30 Uhr ebenso zufrieden wie müde nach Hause ging. „Es war ein außergewöhnlicher und unvergesslicher Tag!“