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Wie viel kostet das Smart Home?

Mit dem smarten Zuhause geht das Versprechen einher, durch sinkende Energieverbräuche Kosten einzusparen. Doch stehen diese Ersparnisse überhaupt in einem Verhältnis zu den Kosten? Tatsache ist: In einem durchschnittlichen deutschen Haushalt gibt es viele Energiefresser. Der richtige Einsatz der intelligenten Technik kann sich deshalb lohnen.

Die Idee des Smart House erinnert in manchen Anwendungen an Science Fiction-Filme, beispielsweise wenn der Kühlschrank dem Bewohner unterwegs auf dem Smartphone mitteilt, welche Lebensmittel wieder aufgefüllt werden müssen. Das mitdenkende Eigenheim, das früher eher spannende Vision war, wird heute Stück für Stück Realität mit immer neuen Lösungen und Innovationen, die permanent Daten austauschen. Und die kosten natürlich Geld.

Beispiele Smart Living BausteineDie Zeiten der Luxusnische sind allerdings vorbei: Die meisten Anbieter im Bereich Smart Home sind heute mit Starterpaketen auf dem Markt, die dem normalen Nutzer einen Einstieg in die neue Technologie zu Hause ermöglichen sollen. Hierzu gehören meist eine Zentrale bzw. ein Gateway, Sensoren wie Fensterkontakte oder Bewegungsmelder, Aktoren, intelligente Schalter und virtuelle Cockpits, die bei Bedarf über das Internet erreichbar sind. Das reicht bereits, um grundlegende Funktionen wie etwa Heizungs- oder Lichtsteuerung einzurichten.

Smarte Preise für das Smart House

Je nach Anbieter kostet so ein Einstiegspaket knapp 200€ bis 300€ oder mehr. Die Starterlösungen basieren in der Regel auf Funktechnologien und sind deshalb auch für Mieter in Wohnungen geeignet. Mehrkosten entstehen dann, wenn Nutzer das Starterpaket erweitern oder auf ihre individuellen Bedürfnisse anpassen möchten. Sind im Paket beispielsweise ein Satz Fensterkontakte enthalten, sollen aber die Heizkörper während des Lüftens in mehr als einem Zimmer gedrosselt werden, müssen die Zusatzkomponenten extra bestellt werden. Einzelteile können vom Kleinstteil, z.B. ein Fensterkontakt für 20€, bis hin zum Gateway für z.B. 200€ in der Regel separat erworben werden. Darüber hinaus beinhalten viele Angebote im Bereich Smart Living meist auch eine Weboberfläche oder eine App. 

Insgesamt sind die Preise für das Smart House heute überschaubar und zumindest der Einstieg in die Welt der intelligenten Geräte gut kalkulierbar. Ein großer Sprung nach oben ist erst bei bestimmten kabelgebundenen Systemen zu verzeichnen. Diese verzichten auf die Verbindung per Funk und werden fest im Gebäude verbaut. Für Hauseigentümer oder Bauherren kann das Vorteile haben, der Preis liegt allerdings bei einigen tausend Euro bis 20.000€ und mehr.

Energie sparen mit dem intelligenten Zuhause

Wie schnell sich Investitionen in das eigene intelligente Haus rentieren, hängt von den Funktionen ab. Die Anbieter auf dem deutschen Markt versprechen 20 bis 30% Energieeinsparungen. Ein zentraler Ansatzpunkt ist dabei regelmäßig die Optimierung der Heizung. Kein Wunder: Auf sie entfallen nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) allein 45,2% des durchschnittlichen Endenergieverbrauchs in einem Haushalt. Schon einfache Energiesparmaßnahmen würden hier zu einer Reduktion des Verbrauchs führen, wie etwa das Drosseln von Heizkörpern bei Abwesenheit, um Heizkosten zu sparen.

Weiteres Einsparpotenzial bieten intelligente Lichtelektronik oder die Steuerung des Standby-Modus der elektronischen Geräte im Haushalt. Nach Angaben der Deutschen Energie Agentur (DENA) bleiben bei beiden Technologien rund 100€ pro Jahr mehr auf der Habenseite. Ein weiteres Feld, die Haushaltskasse zu entlasten, bieten Smart Meter. Mit intelligenten Stromzählern lassen sich kostengünstige Stromtarife, z.B. in der Nacht, besser ausnutzen und so weitere Kosten einsparen.

Kostenkontrolle durch modularen Einstieg ins Smart Home

Die Möglichkeiten sind schon heute vielfältig. In der Summe ist es mit Smart Home Einsteigerpaketen gut möglich, die anfangs investierten Kosten in überschaubarer Zeit wieder einzuspielen. Glücklicherweise sind Nutzer bei modularen Smart Home-Lösungen ihr eigener Herr und können nach und nach investieren –  wie es individuell am besten passt. Sollen beispielsweise nach einer persönlichen Testphase weitere Geräte angeschlossen werden, um deren Verbrauch zu senken, ist dies leicht durch Zwischenstecker möglich. Diese werden in der Regel über dieselbe Zentrale gesteuert, so dass an der Infrastruktur im Haus nichts verändert werden muss.