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Wie kommt der Strom in die Steckdose?

„Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose“, heißt es oft, wenn es um das komplexe Thema Energiegewinnung und Energieversorgung geht. Doch wie kommt der Strom eigentlich in die Steckdose bei Ihnen zu Hause?

Das ist nicht ganz einfach … Zunächst muss der Strom produziert werden. Dies geschieht üblicherweise in Kraftwerken, die Wärmeenergie in elektrische Energie umwandeln. Daneben gewinnt die Stromerzeugung mit Hilfe erneuerbarer Energieträger immer mehr an Bedeutung – auch bei EWE. Aktuell beträgt der Anteil an Strom aus erneuerbaren Ressourcen bei EWE etwa 18 %. Von diesen 18 % stammen 95 % aus Windenergie, während sich die übrigen 5 % aus Photovoltaik, Bio- und Klärgas zusammensetzen.

Das EWE Stromnetz gehört zu den sichersten der Welt

EWE betreibt Windenergieparks in Pilsum, Hamswehrum, Tossens, Wybelsum und bei Cuxhaven. Nachdem der Strom dort produziert wurde, gilt es, ihn möglichst ohne Verluste zu Ihnen nach Hause zu transportierten. Dafür betreibt die EWE Netz GmbH  ein Stromnetz, das zu den sichersten und störungsärmsten Netzen der Welt gehört. So gelangt die elektrische Energie zunächst über 110 kV-Hochspannungsleitungen zu den Umspannwerken von EWE. Insgesamt betreiben wir 141 Umspannwerke sowie 17.828 Schaltanlagen und Transformatorenstationen.

Im Umspannwerk wird die Spannung dann von 110.000 Volt auf  20.000 Volt transformiert. Danach wird der Strom über ein engmaschiges, unterirdisch verlegtes Mittelspannungsnetz weitertransportiert. Um jeden Haushalt mit der europäischen Nennspannung von 230 Volt (1-Phasen-Wechselspannung) oder 400 Volt (3-Phasen-Wechselspannung) zu versorgen, muss die Spannung in kleinen, unauffälligen Ortsnetztransformatoren nun noch ein weiteres Mal heruntertransformiert werden. Dann ist es endlich so weit: Der Strom hat genau die Form, in der bei Ihnen zu Hause in bzw. aus der Steckdose kommt.

Transport mit möglichst geringen Verlusten

Doch warum transportiert man die Energie eigentlich nicht gleich auf 230 V-Ebene, anstatt sie so oft umzuwandeln? Je größer die Spannungsebene, desto kleiner sind die fließenden Ströme und damit auch die Verluste. Vereinfacht bedeutet dies, dass beispielsweise eine Verzehnfachung der Spannung zu einer Reduzierung der Stromstärke auf ein Zehntel des Ausgangswertes führt. Die Verlustleistung sinkt dadurch sogar auf ein Hundertstel des ursprünglichen Wertes. Deshalb transformiert man die Spannung auf eine höhere Spannungsebene, um die Energie über längere Strecken mit weniger Verlusten transportieren zu können.

EWE verfügt über 77.640 km Stromnetz, 52.080 km Gasnetz, 17.969 Umspannstationen und 2.190 Gasdruckregelanlagen, die mit Hilfe von drei hochverfügbaren Netzleitsystemen überwacht und gesteuert werden. Aufgrund der hohen Performance-, Redundanz- und Verfügungsanforderungen betreiben wir diese Systeme getrennt von dem bestehenden Bürodatennetz. Es ist unser Ziel, den Verkabelungsgrad im Gebiet zwischen Weser und Elbe weiter zu erhöhen, um Ihnen hier eine noch höhere Versorgungssicherheit zu bieten.

Die hohe Versorgungssicherheit kann die EWE Netz GmbH erzielen, weil …

  • über 90 % aller Ortsnetzstationen zweiseitig über einen Kabelring versorgt (Ringnetz) werden
  • wichtige Netzknoten über mehrfache Anbindungen verfügen
  • Überwachung und Steuerung der wichtigen Netzknoten durch die Netzleitstelle erfolgen

Darüber hinaus sichert die EWE Netz GmbH die Versorgungsqualität durch …

  • den ausschließlichen Einsatz von geschultem und qualifiziertem Personal
  • zustandsorientierte Instandhaltung
  • die Möglichkeit zur kundenorientierten Laststeuerung
  • den Einsatz von Anlagen nach dem neuesten Stand der Technik und ihre Wartung von überwiegend regionalen Vertragsfirmen

Junge Familie

Windenergiepark
Windenergiepark

Umspannwerk
Umspannwerk

Transformator
Transformator

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