Beirat Weser-Ems

Die Beiratsmitglieder von links nach rechts:
G. Götz (Aurich), A. Gollenstede (Leer), H.-H. Bohmann (Saterland), H. Schröder (Brake), J. Bolting (Bad Zwischenahn), M. Brümmer (Molbergen), E. Kemkers (Oldenburg), H. Post (Aurich), C. Spille (Ahlhorn), C. Blanke (Varrelbusch), W. Detmers (Hage) und K. Borchers (Westoverledingen).
Bericht vom vierten Treffen am 12. Juni 2012
An einem thematisch besonders stimmigen Veranstaltungsort fand das vierte Treffen des Kundenbeirats Weser-Ems statt. Im ZentrumZukunft in Emstek drehten sich die Gespräche am 12. Juni um ‚Erneuerbare Energien und Klimaschutz‘ sowie die ‚Zukunft der Energieversorgung‘. Passend dazu erkundeten die Beiratsmitglieder die verschiedenen Ausstellungsbereiche des Schulungs- und Konferenzzentrums von EWE.
Beratung und Klimaschutz mit EWE
In der ‚Vision Wohnen’ gab es Informations- und Kommunikationsmedien mit teils überraschenden Funktionen für den Alltag zu sehen, in der ‚Vision Energie‘ wurde modernste Heizungs- und Klimatechnik präsentiert. Hier stieß besonders das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung auf Interesse, weil EWE aktuell Kunden für einen Feldtest sucht. K. Borchers, der beruflich täglich mit Elektrikern zu tun hat, wies auf ein Informationsdefizit hin: „Ich habe mit den meisten meiner Kollegen gesprochen. Keiner kannte den Feldtest, obwohl sicherlich viele Interesse gehabt hätten.“ Dass häufig auch die von EWE kostenlos angebotenen Beratungsleistungen etwa zu Gebäudedämmung, Heizungsmodernisierung oder Fördermöglichkeiten nicht bekannt sind, wurde im Laufe des Abends deutlich. Der Bedarf sei vorhanden, versicherten die Beiratsmitglieder, und empfahlen unter anderem eine stärkere Ansprache von Bauherren.
Herausforderung für die Netze
EWE stellte im Überblick dar, in welchen Bereichen sie sich mit der Zukunft der Energieversorgung beschäftigt. Imposante Zahlen zum Stichwort ‚dezentrale Erzeugung‘ wurden präsentiert: So stieg allein die Zahl der im Nordwesten angeschlossenen Photovoltaikanlagen von weniger als 12.000 im Jahr 2008 auf mehr als 35.000 im Jahr 2011. Dies ist eine Herausforderung für die Stabilität der Netze. Daher zählen für EWE zu den zentralen Projekten in Sachen ‚Erneuerbare‘ neben dem Bau neuer Windparks die laufenden Investitionen in das Netz, das zu den störungsärmsten in ganz Europa zählt. Erfahrungen mit einer eigenen Photovoltaikanlage steuerte Kundenbeiratsmitglied H. Bohmann bei. Er zeigte sich besonders zufrieden mit der Beratung durch die technischen Mitarbeiter von EWE NETZ, kritisierte aber die lange Genehmigungsdauer. Ludger Bröker, Vertriebsleiter für den Privat- und Gewerbekundenbereich Cloppenburg/Emsland bei EWE, warb um Verständnis angesichts der enormen Zulassungswelle.
Energiebildung für die Zukunft
Zur Sprache kamen auch weitere Möglichkeiten des einzelnen Haushalts, einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. In den Fokus rückte die drängende Frage, wie gerade Bevölkerungsgruppen erreicht werden können, die dem Thema ‚Energie‘ nur wenig Interesse entgegenbringen. Eine eindeutige Empfehlung sprach der Beirat aus: Kinder und Jugendliche seien der Schlüssel zu Familien und damit eine wichtige Zielgruppe. EWE solle an den Angeboten für Lehrkräfte, Kinder und Jugendliche unbedingt festhalten, so die einhellige Meinung. Wünschenswert sei ohnehin, dass die Energiebildung in allgemeinbildende Lehrpläne integriert würde – Schulen zu mobilisieren und die Öffentlichkeit zu aktivieren sei der richtige Beitrag von EWE.
Das fünfte Treffen im November findet wieder in Oldenburg statt. Dann diskutiert der Beirat über konkrete Angebote von EWE sowie Aspekte der Unternehmenspolitik.
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