Global denken, lokal Handeln: Pilotprojekt zur CO2-Reduzierung im Landkreis Emsland
Seit Verabschiedung des Kyoto-Protokolls stellt der Handel mit Emissionsrechten ein wesentliches Instrument zur Verringerung von Treibhausgasen dar. In Deutschland sind etwa 2.500 Energie- und Industrieunternehmen in den Emissionsrechtehandel involviert. Dieses Prinzip greift der Landkreis Emsland in einem Pilotprojekt auf, das er seit Ende 2006 gemeinsam mit EWE verfolgt. Ziel des Projektes ist es, den Ausstoß von klimaschädlichem CO2 in Ein- und Zweifamilienhäusern der Gemeinden Sögel und Werlte zu reduzieren. Dabei werden erstmals auch Privathaushalte in den staatlichen Handel von CO2-Emissionsrechten eingebunden.
Jeder Hausbesitzer, der durch Energiesparmaßnahmen seine CO2-Emissionen reduziert, wird mit einer Gutschrift belohnt. Diese Gutschriften werden über einen gemeinsamen Fonds von Landkreis und EWE finanziert, in dem für 150 Haushalte Zuschüsse für die Energieberatung bereitstehen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt soll verdeutlichen, dass auch Privathaushalte in der Lage sind, den globalen CO2-Ausstoß deutlich zu reduzieren. Für den Haushalt selbst liegt der Vorteil in der Energie- und somit auch in einer Kosteneinsparung.
Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Bremer Energie Institut. Hier wird analysiert, welche Energiesparmaßnahmen für die Gutschriften in Frage kommen, denn belohnt werden nur solche Einsparungen, die über die ohnehin sinkende Emissionstendenz hinausgehen. Die Ergebnisse des Pilotprojektes werden im Hinblick auf zukünftige Strategien im Klimaschutz auch überregional von Nutzen sein.
Seit Oktober 2009 gibt es aus diesem Projekt heraus auch ein neues Angebot für EWE Erdgaskunden - die CO2-Prämie. Mehr dazu hier.